Suchbegriffe. Der Tragödie erster Teil.

30 06 2007

Noch eine beliebte Praxis unter Bloggern ist es, die Suchbegriffe, über die dieses Blog gefunden wurde, in einem Beitrag aufzuführen und zu kommentieren. Das finde ich ganz lustig… das liegt allerdings nur an den Suchbegriffen…

folge dem christus nach Dass Sie dann hier landen, freut mich sehr. Ich muss Sie allerdings enttäuschen, gesehen habe ich ihn hier nicht… der wird wohl schon zum Kongress nach Hamburg gefahren sein.

Bezirkskongress der Zeugen Jehovas Genau dorthin. Um die Leute da alle so richtig schön zur Sau zu machen. Natürlich auf seine unnachahmliche Weise…

was tun gegen tauben im garten So ähnlich wie mit den Propheten auf dem Berg: Es gibt kein garantiert wirksames Gegenmittel…

Euphemismus Ja, auf diesen Seiten findet sich unter anderem auch dieses Fremdwort…

eichhörnchen vertreiben Da gibt es viele Möglichkeiten. Sprengstoff, Gift, Krankheiten. Nein, keine Katzen.

Jugend Gang Bang Wo?

Köhler will mehr Macht Wollen wir das nicht alle?

penisgröße zufrieden Herzlichen Glückwunsch. Das heißt, Sie fahren keinen BMW?

dhl abholschein blau Und manchmal eben orange. Aber was wollen Sie dann hier?

penisgröße mit 16 Verzeihung, aber das ist nun wirklich privat.

russischer wetterdienst Falsch verbunden, sorry.

nordseekraben Also wie Sie damit auf diese Seite gekommen sind, das würd ich sehr gerne mal wissen. Krabben gibbet hier nämlich garantiert nicht…





Eine belgische Kartoffel – das surrealistische Wurfholz

30 06 2007

Unter Bloggern ist es eine verbreitete Eigenart, sich gegenseitig so genannte „Stöckchen“ zuzuwerfen, die meistens eine Art Fragebogen darstellen. Da dies ja beileibe kein privates Blog ist, wollte ich solcherlei Unsinn à la „Was hast du heute gegessen? In wen bist du gerade verliebt? Wie oft onanierst du?“ eigentlich außen vor lassen. Das Stöckchen, das ich nun heute von Konna bekommen habe, ist allerdings so sinnfrei, dass es wunderbar auf dieses Blog passt.

1 - Nehmen wir an, du stehst auf einem Feld. Links neben dir eine Kuh, rechts ein kleiner grüner Außerirdischer mit einer Todesstrahlenkanone. Welche der beiden Plagen würdest du lieber reiten wollen?

Ich würde zunächst bezweifeln, dass es wirklich Plagen sind. Nehmen wir an, es sind beides Plagen, so ist der bewaffnete Außerirdische sicherlich die kleinere Plage, da er mit hoher Wahrscheinlichkeit leisere Laute von sich gibt, angenehmer riecht und weniger Stoffwechselabfallprodukte ausstößt. Folglich würde ich den kleinen grünen Außerirdischen lieber reiten wollen. Hoffentlich komme ich nie in eine solche Situation…

2 - Wir schnitzen zwei Schlüssel aus guatemaltesischem Hartholz, welche anschließend von taubstummen Maori unter Wasser zu Gold geklöppelt werden. Würdest du damit lieber eine Tür zu unermesslichen Reichtümern oder eine Tür zum ewigen Glück aufschließen?

Niemand auf dieser Erde schnitzt Schlüssel aus guatemaltesischem Hartholz; wenn, dann aus guatemaltekischem Hartholz. Folgerichtig schlösse ich damit am liebsten die Tür zum unendlichen Grammatikfundus auf, auf dass er über uns alle komme und uns mit seiner Weisheit erfreue. Ich habe aus diesen Fragestellungen nämlich schon mindestens zehn Fehler gefiltert, dass das mal klar ist!!! Den Rest des Beitrags lesen »





Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL Arena

29 06 2007

Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von “Schatz, es ist aus…” im Raum verklungen oder die Kündigung gerade eingetroffen ist (”Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute”), wenn der Gerichtsvollzieher einmal oder der Postmann zweimal klingelt, wenn die Waschmaschine ausgelaufen, die Liebe unerwidert, das Leben allgemein einfach scheiße oder man mit der Gesamtsituation unzufrieden ist, ja, dann möchte man gelegentlich wirklich Christus nachfolgen. Wobei es dabei dann eher weniger darum geht, dahin zu kommen, wo Christus nun ist (wo auch immer das sein mag), sondern darum, sich so schnell wie möglich vom derartigen Aufenthaltsort zu entfernen…

Die Zeugen Jehovas haben wie immer ihre eigene Theorie. Mit der Aufforderung “Folge dem Christus nach!” verbindet sich eine Einladung zum “Bezirkskongress der Zeugen Jehovas” in die von göttlicher Hand gemietete (quasi die umgekehrte Form von Ablass) AOL-Arena in Hamburg. Ob sich Jesus wohl unter den Zuschauern befindet? Oder unter den Rednern? Unter den Schauspielern gar, die in Kostümen ein biblisches Drama aufführen? Den Rest des Beitrags lesen »





Ehre sei Gott in der Höhöhöhöööäää - Und Friede auf Erden!

26 06 2007

Zu diesem kurzen Dialog kann man sehr viel sagen. Man kann auf das komplizierte Verhältnis von Kirche und Frieden eingehen - schließlich schließt sich aus historischer Sicht beides eher aus, als dass es in einem kausalen Zusammenhang zueeinander stünde. Man kann über die Melodie dieses Anbetungsritus’ nachdenken. Man kann über die Gottesgestalt an sich nachdenken und über die Frage, warum er oder sie denn grade in der Höhöhöhöööäää geehrt werden soll…

An dieser Stelle soll uns aber das letzte Nomen des im Titel widergegebenen sakralen Dialogs (Fachwort ist mir entfallen) beschäftigen. Die Erde.

Ja, wo kommt sie denn her, die Erde? Wer hat sie gemacht? Wie lange gibt es sie schon? Wie lange wird es sie geben?

Es gibt Menschen, die antworten: “Von Gott. Gott. Steht in der Bibel. Steht in der Bibel.”

Und es gibt Menschen, die antworten: “Zufallsprodukt, schon ziemlich lange her. Der Zufall. Steht bei Wikipedia. Steht bei Wikipedia.”

Das Tolle ist: Die Wahrheit liegt nicht wie so oft irgendwo dazwischen, sondern sie liegt bei Letzteren. Da hat man es doch tatsächlich geschafft, wissenschaftlicherweise zu erforschen, wie die Erde enstanden ist. Und auch zu gaaaaaanz großen Teilen, wie das Leben enstanden ist. Aus der leckeren Ursuppe nämlich.

Trotzdem gibt es doch tatsächlich Menschen, vornehmlich fanatisch-christlicher Natur, die der Meinung sind, dass es sowas wie Evolution gar nicht gibt. Weil ja Gott dafür zuständig ist. Und nebenbei gesagt sei ja alles andere unchristlich. Und - kein Scherz jetzt- die Dinosaurierknochen hätten irgendwelche unchristlichen Menschen vergraben. Denn die Dinosaurier kann es ja nicht gegeben haben, denn davon steht ja nichts in der Bibel.

Letzteres stimmt tatsächlich - von Dinosauriern steht nur dann etwas in der Bibel, wenn man irgendwelche Bibelzitate magna cum violentia aus dem Kontext reißt und obendrein noch falsch interpretiert (gar keine so unübliche Praxis, siehe Auge um Auge, Zahn um Zahn).

Warum steht denn von den Riesenechsen nichts in der Bibel? Weil es den antiken Buchautoren nicht möglich war, sich hausgroße Fleischberge auszumalen, die durch die Gegend laufen und sich gegenseitig die Eier klauen. Und sowas passt ja auch gar nicht in eine nette kleine Sammlung von Mythen, Sagen, Gedichten und, ach ja, Briefen… neben einem Kapitel “Jesus geht übers Wasser” ein neuer Abschnitt “Der Tyrannosaurus zerfleischt gnadenlos alle lebenden Wesen”? Unmöglich. Und ja, ich weiß, dass der faule Tyrannosaurus ein Aasfresser war (faul meinetwegen auch apokoinu beziehen), mir fiel nur gerade kein besseres Beispiel ein.

Glücklicherweise darf man in unserem schönen Lande an alles glauben, was man will (solange es nicht, und da isser wieder,  der Nationalsozialismus ist), auch wenn es derart realitätsfern, weil kreationistisch ist. Aber bitte. Solange eine solche Weltanschauung, und das ist es ja!, nicht salonfähig wird, soll es mir egal sein - aber hören Sie sich mal um. Sie werden feststellen, dass es erschreckend viele Menschen gibt, die Ihnen auf Fragen erstaunlich oft antworten: “In der Bibel steht ja, dass [beliebige Weisheit einfügen]“.

Man muss sich doch stark wundern, wie beispielsweise die alten Ägypter ohne Bibel überleben konnten. Oder die Buddhisten. Oder Hindus. Oder gar Muslime!

Dabei ist es so einfach. Gefällt mir das Buch nicht, kaufe ich mir eben ein anderes…

Unwort des Tages: “In der Bibel steht…”





Skandal! Köhler will Wahl!

26 06 2007

Nun ist Sabine Christiansen von uns gegangen. Aber nicht für lange, sie kommt nämlich wieder, 2008 in der ARD. Und dieses Jahr schon auf CNBC - wirklich sicher sind wir vor ihr also noch nicht.

Interessantester, weil einziger Gast in der letzten Sendung von Frau Christiansen am letzten Sonntag war Bundespräsident Horst Köhler. Der hat natürlich sehr viel erzählt, schließlich ist er Politiker. Er hat viel über sich erzählt und auch darüber, wie toll Frau Christiansen ist, aber er hat noch etwas viel Wichtigeres gesagt: “Ich glaube, dass es kein schlechtes Modell wäre, den Bundespräsidenten direkt zu wählen“.

Das ist neu, das ist innovativ, das ist shocking! Die Koalition war not amused. Das werte doch den Präsidenten nur auf, meinte man dort. Das Volk gewönne den Eindruck, “dass der Bundespräsident erhebliche administrative Macht und Einfluss hätte, den er nach der Verfassung nicht hat“, knurrte Christian “Wuffi” Wulff, seines Zeichens Ministerpräsident Niedersachsens.

Gewohnt eloquent meldete sich die grüne Roth zu Wort: “Bei der Präsidentenwahl würde ich das bisherige Modell für richtig halten. Das ist unser Beschluss.” Wessen Beschluss? Waren die Grünen 1949 dabei, als das Grundgesetz ausgearbeitet wurde? Oder wie?

Egal. Es geht hier ja nicht um die Grünen.

Ja, worum geht es eigentlich? Wenn diese Frage in einem politischen Zusammenhang gestellt wird, kann man in 65% der Fälle antworten (in Fragen, die das deutsch-polnische Verhältnis betreffen, sind es sogar 100%): Um den Nationalsozialismus.

Nachdem Adolf sich endlich selbst beseitigt und das noch nicht existente Deutschland die ersten Besatzungsjahre und eine kleine Währungsreform überstanden hatte, machte man sich mit Zustimmung von 3/4 der Alliierten daran, eine Verfassung zu erarbeiten. Die nannte man allerdings Grundgesetz, weil sie ja keine Verfassung sein sollte (die sollte es erst in einem vereinigten Deutschland geben). Die Väter und Mütter des Grundgesetzes setzten sich also zusammen und erdachten eine Verfassung, die die oft zitierten Lehren aus Weimar ziehen sollte.

Die Weimarer Verfassung scheiterte nämlich unter anderem an der immensen Machtfülle des Reichspräsidenten (der konnte nämlich zum Beispiel ganz alleine kreative Gesetze erlassen). Das Staatsoberhaupt des neuen Deutschland, da war man sich einig, dürfe auf keinen Fall eine solche Macht besitzen. Deswegen erleichterte man dieses Amt radikal um viele Befugnisse und bestimmte, dass der Bundespräsident, denn so sollte er fortan heißen, von der Bundesversammlung gewählt werden soll - auf keinen Fall vom Volk, so wie Reichspräsident Hindenburg oder gar, Vorsicht jetzt, Hitler!

Das ist der Grund dafür, dass unser Staatsoberhaupt zwar unser Staatsoberhaupt ist, aber nicht viel mehr tun darf als warnend den runzligen Zeigefinger in die Fernsehkameras zu halten und an irgendwen aus irgendeinem Grunde zu appellieren oder Orden zu verleihen oder Geld nach Afrika zu schicken oder oder oder…

Das ist ja auch in Ordnung so, schließlich hat das auch einen geschichtlichen Hintergrund. Präsidiale Republiken wie Frankreich oder die USA stehen vielleicht auf einer fiktiven Demokratieskala nicht ganz so hoch wie unser tolles föderales System.

Wäre aber eine Direktwahl des Präsidenten nicht wünschenswert? Würde sie vielleicht dazu führen, dass die Politikverdrossenheit ein wenig nachlässt? Denn momentan ist das Interesse am Bundespräsidenten denkbar gering - wie sollte es auch anders sein?

Schaden kann eine Direktwahl eigentlich nicht, denn der Bundespräsident wäre nicht auf einmal potenter als vorher.

Na immerhin hat der Herr Köhler nun eine Diskussion losgetreten, auch wenn absehbar ist, dass diese wie so oft zu keinem Ergebnis führt. Oder aber zu dem Ergebnis: Status quo.

Und damit meine ich nicht die Band.

Unwort des Tages: Bundesversammlung.





Ey, mann, wo is der Mülleimer? - Kein Plan, Alda…

23 06 2007

Kommen wir zurück auf das beliebte Thema “Deutsche Jugend”. Die Deutsche Jugend, und nicht nur diese, hat ein großes Problem: Sie ist blind.

Allerdings beschränkt sich diese Blindheit nur auf Mülleimer. Irgendwo zwischen den Rezeptorzapfen im jugendlichen Auge und dem Gehirn muss ein Filter eingebaut sein, der so uncoole Dinge wie Mülleimer einfach ausblendet. Mangels Alternativen werden dann leergesüffelte Panschgetränkflaschen irgendwo in die Gegend gestellt…

So geschehen auf der Kieler Woche. Ich sitze nichtsahnend in ein hochphilosophisches Gespräch vertieft auf einer gemütlichen Betonbank, da kommt ein gar jugendliches Weibsbild daher, schaut mich ausdruckslos an und stellt eine bedrückend leere Bierflasche etwa 30 cm neben mich auf die Sitzgelegenheit. Auf mein freundliches “Danke!” ernte ich nur einen ausdruckslosen Blick. Vielleicht bahnte sich dieses so ungewöhnliche, weil uncoole und gänzlich unkrasse Wort gerade einen Weg durch das jugendlich-weibliche Gehirn, vom Innenohr am geschwollenen Alkoholabsorbator vorbei ins Sprachzentrum… das kann schon mal ein bisschen dauern. Der Sachverhalt scheint der Intelligenzbestie jedoch nicht zur Gänze klargeworden zu sein- jedenfalls entschwand dieser beängstigende Teil von Deutschlands Zukunft so schnell wieder, wie er gekommen war. Die zwei Flaschen blieben zurück - die eine zwar leer, aber aus Glas und ergo komplett emotionslos, die andere eher voll, aber aus Fleisch und Blut und ob der Vorkommnisse leicht erschüttert.

Was lernen wir daraus? Stellt mehr Mülleimer auf? Nein, das ist der ganz falsche Weg. Wir sollten mit einer großangelegten Bildungsinitiative reagieren, vielleicht in einem Umfang von drei bis vier Millionen Euro. Bibliotheksbusse wären da ein Anfang…

Unwort des Tages: Weibsbild.





Das Grauen hat einen Namen: Hansi Hinterseer!

19 06 2007

Waren Sie schon mal in Bayern? Nein? Das müssen Sie unbedingt ändern. Bayern ist schön, Bayern ist toll, und Bayern ist vor allem eines nicht: langweilig.

Zum einen, weil man immer fürchten muss, man könnte plötzlich Hansi Hinterseer gegenüberstehen, der einem mit wehendem Haupthaar einen seiner größten Hits entgegenflötet: “Dann nehm ich dich in meine Arme”. Sollte diese Situation tatsächlich einmal eintreffen, hier ein guter Rat von mir: Retten Sie sich unbedingt vor dem Hinterseer’schen Klammergriff. Der ist nämlich ähnlich wie der Stoiber’sche Satzbau garantiert tödlich.

Zum anderen, weil man immer damit beschäftigt ist, nachzuvollziehen, was denn die Einheimischen nun gerade gesagt haben. Die Ureinwohner da unten haben eine unglaubliche Art, sich untereinander zu verständigen - ein Singsang von etlichen unterschiedlichen Guturallauten, vermischt mit einigen wenigen Konsonanten und garniert mit kreativen Ausrufen wie “Jo mei!” oder “Freilich!” . Es erinnert von der Phonetik her ein wenig an die Sprache der Ureinwohner Papua-Neuguineas. Mit dem Unterschied, dass diese eine Grammatik besitzen.

Wenn Ihnen in Bayern trotzdem einmal langweilig werden sollte und Sie Ihre mathematischen Fähigkeiten aufbessern wollen, dann zählen Sie doch einfach Kreuze. Denn wo auch immer in Bayern Sie stehen, und sei es im tiefsten, dunkelsten, finstersten Wald, ein Kruzifix mit Jesus dran ist immer irgendwo zu sehen (in Hessen nennt man ihn liebevoll “den Lattenguschtl”). Für Muslime, Protestanten und andere Ungläubige ist es kaum möglich, dem strafend-leidenden Blick des Angenagelten zu entkommen…

Nur eines werden Sie in Bayern vergebens suchen: Menschen, die Deutsch können, aber das wissen Sie ja schon, und vor allem Wind. Wind ist etwas , das es in Bayern schlicht nicht gibt. Ich habe den Chiemsee besucht. Bei 30 Grad im Schatten, holladrihöö. Man möchte meinen, der See ist groß, da ist viel ebene Fläche, und Wasser noch dazu, es könnte also sein, dass sich da das ein oder anderee Lüftchen regt - nichts da. Keine Bewegung. Erbarmungslos brennt die bayrische Sonne auf den norddeutschen Rücken. Da freut man sich doch, wenn man in Hamburg wieder aus dem Billigflieger steigt und einem Wind und Regen so richtig ins Gesicht peitschen. Da fühlt man sich zuhause. Und das Wichtigste ist doch ohnehin, dass man Hansi Ich-grins-mir-einen-willst-Du-auch Hinterseer entkommen ist.

Unwort des Tages: Dann nehm ich dich in meine Arme.





Mehr Stimmen für Osteuropa! Polen strebt Weltherrschaft an

12 06 2007

Nächste Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten, um einen Zeitplan für einen neuen Anlauf zur europäischen Verfassung zu verabschieden und, so der hehre Wunsch der deutschen Präsidentschaft, auch schon erste inhaltliche Diskussionen zu führen…

Über die Verfassung hat man ja lange genug diskutiert, finden 26 der 27 Staaten. Auch über die zukünftigen Stimmverhältnisse sind sich die 26 Staaten einig: Eine sogenannte doppelte Mehrheit ist dann erreicht, wenn 55% der Mitgliedsstaaten zustimmen, die gleichzeitig mindestens 65% der Bevölkerung repräsentieren.

Es gibt aber jemanden, der sich auf den Schlips getreten fühlt und der über den Abstimmungsmodus gerne noch einmal ganz neu diskutieren möchte, und zwar “etwa ein Jahr lang”. Den Rest des Beitrags lesen »





Generation Gangbang - Deutschlands Jugend auf dem Weg in den Abgrund?

11 06 2007

Fragen Sie einen beliebigen Menschen, der älter als 35 Jahre ist, nach seiner Meinung über die Jugend von heute. Er wird in etwa folgendes sagen:

“Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.”

Um es auf den Punkt zu bringen: Deutschlands Jugend ist dick, alkoholkrank, rechtsradikal, linksradikal, radikalradikal, pornosüchtig, taub, doof, politikverdrossen, der deutschen Sprache nicht mächtig, der Englischen auch nicht, intolerant, gewaltliebend, kulturbanausend… Den Rest des Beitrags lesen »





Tauben-Terror: Tolle Tiere tun tumbe Tinge

10 06 2007

Ich bin ein friedliebender Mensch, habe noch niemanden umgebracht und habe es auch nicht vor. Ich bin zwar kein Vegetarier, aber auch kein Schlachthofmitarbeiter; ich bin ein friedlicher, leicht linksorientierter Student mit einem äußerst beschränkten, weil nicht vorhandenen Vorstrafenregister.

Gelegentlich neige ich jedoch zur Aggression. Nicht meinen Mitmenschen gegenüber, denn das wäre ja grob unchristlich; nein, es gibt andere Wesen, die mich gelegentlich zur Weißglut treiben.

Die Rede ist von Tauben. Und damit meine ich, um das mal ganz klar zu stellen, keine gehörlosen Menschen, sondern gehirnlose Vögel.

Die machen mich aggressiv. Wirklich. Beim bloßen Anblick von grauem Gefieder packt es mich und ich sehe rot…

Zum Hintergrund: Ich wohne in einem typischen Hallo-ich-bin-der-Architekt-und-ich-bin-äußerst-unkreativ-70er-Jahre-Plattenbau. Der Blick von meinem Balkon allerdings schweift in grenzenlose Grünanlagen mit japanischen Zierkirschen, teutonischen Birken und einem gar heimeligen kleinen See. Nagut, sagen wir: Tümpel (Biologen unterscheiden auch da auf äußerst militante Art und Weise). Diese unglaubliche Idylle, die von der nachmittäglichen Sonne an jedem neuen, duftenden Tage erneut in goldnes Licht getaucht wird, wird gestört. Nicht durch herumrollende Senioren oder sonstige Randgruppen - nein, die Tierwelt gibt sich alle Mühe, die städtische Geruhsamkeit zu eliminieren. Den Rest des Beitrags lesen »