Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL Arena

29 06 2007

Ich bin mir sicher, dass Sie alle schonmal das drängende Gefühl hatten, jetzt auf der Stelle Christus nachfolgen zu wollen. Das kennen wir doch alle, oder? Wenn die letzte Silbe von “Schatz, es ist aus…” im Raum verklungen oder die Kündigung gerade eingetroffen ist (”Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute”), wenn der Gerichtsvollzieher einmal oder der Postmann zweimal klingelt, wenn die Waschmaschine ausgelaufen, die Liebe unerwidert, das Leben allgemein einfach scheiße oder man mit der Gesamtsituation unzufrieden ist, ja, dann möchte man gelegentlich wirklich Christus nachfolgen. Wobei es dabei dann eher weniger darum geht, dahin zu kommen, wo Christus nun ist (wo auch immer das sein mag), sondern darum, sich so schnell wie möglich vom derartigen Aufenthaltsort zu entfernen…

Die Zeugen Jehovas haben wie immer ihre eigene Theorie. Mit der Aufforderung “Folge dem Christus nach!” verbindet sich eine Einladung zum “Bezirkskongress der Zeugen Jehovas” in die von göttlicher Hand gemietete (quasi die umgekehrte Form von Ablass) AOL-Arena in Hamburg. Ob sich Jesus wohl unter den Zuschauern befindet? Oder unter den Rednern? Unter den Schauspielern gar, die in Kostümen ein biblisches Drama aufführen?

Ohh, da kennen Sie unseren Jesus aber schlecht. Glauben Sie mir, wenn er da wäre, dann wäre er sicherlich ein kleiner Bühnentechniker (mit braunem Vollbart und eigenartiger Kutte - man würde ihn also kurz nach Arbeitsantritt einweisen, wahrscheinlich in dieselbe Klinik wie Caesar, Cicero, Karl den Großen, Ludwig XIV., Napoleon, Bismarck und Hitler. Und Bush. Welchen? - Alle beide!).

Die Zeugen Jehovas waren also heute bei mir und haben mir dieses Flugblatt überreicht. Und ich habe es natürlich auch noch genommen, ich Kamel. Natürlich mit dem Hintergedanken, mich an dieser Stelle darüber auszulassen. Aber ob es das wert ist? Denn die beiden Weibsbilder, die mich heute mit ihrer Anwesenheit beehrten, stehen dann garantiert demnächst wieder vor meiner Tür. Wie neulich.

Da klingelte es um halb elf an meiner Tür. Zu solch nächtlicher Zeit liege ich natürlich noch im Bett. Dass ich den beiden älteren Damen also halbnackt die Tür öffnete, irritierte sie nur einen kurzen Moment lang. Beeindruckender war wohl eher der Zustand meiner Haarpracht und der dazugehörige Schlafzimmerblick (in diesem Fall in komplett unerotischem Sinne - einfach der Blick, den man hat, wenn man gezwungen wird, den im Schlafzimmer normalerweise vonstatten gehenden Vorgang zu unterbrechen. Ich spreche dabei von Schlafen. Wie gesagt, nichts Erotisches. Oder gar Sexuelles. Und ja, da gibt es einen Unterschied.)

Nach kurzer Irritation jedenfalls begrüßte man mich freundlich. Und als ob ich mit dem Klammerbeutel gepudert wäre, grüße ich freundlich zurück. Das ist bei mir so. Manche sind leicht muffelig, wenn man sie weckt, ich grinse chronisch. Das verstanden die beiden Zeuginnen allerdings komplett falsch und begannen, mich über Ich-weiß-nicht-mehr-genau-was zu informieren. Wegen meiner doch leicht ablehnenden Haltung folgte die Frage: “Was, Sie glauben also nicht an einen Schöpfer?” Ich war so blöd, nach einer intelligenten, wahrheitsgetreuen Antwort zu suchen, anstatt das Richtige zu tun und zu sagen: “Ich schöpfe selbst. Und zwar den Verdacht, dass Sie mich bekehren wollen. Auf Wiedersehen.”

Was ich nun letztendlich gesagt habe, weiß ich nicht mehr. Die Zeuginnen verschwanden wieder (vielleicht folgten sie ja Christus…?), drohten jedoch damit, wiederzukommen.

Was sie ja auch taten und mir besagtes, bunt bemaltes Flugblatt in die Hand drückten.

Das erste, was uns auf diesem Blatt auffällt, ist ein freundlich lächelnder Franco Nero, der anscheinend in einem Historienfilm mitspielt.

Man bedient sich auf diesem Flugblatt des Stilmittels der Frage. Ich werde also gefragt “Wieso kann jemand, der Christus nachfolgt, ein besseres Familienleben führen?”, “… Gott näherkommen?”, “… dem Teufel widerstehen?”, “… ewiges Leben erhalten?”. Natürlich werden diese Fragen erst auf dem großen Glaubensfestival in der Kirche, pardon in der AOL-Arena beantwortet. Und das Beste: “Eintritt frei! Keine Kollekte!”

Das ist ja ein Ding. Mensch, wie einfach ist doch das Leben - dem Teufel widerstehen mit Hilfe der Zeugen Jehovas! Wie besiegen sie denn den Teufel? Klingeln sie sekündlich an der Tür zur Hölle und treiben ihn so in den Wahnsinn, oder was?

Auf der zweiten Seite dann steht der genaue Termin des Spektakels: Ein Wochenende im Juli soll es sein. Die Veranstaltungen finden statt: Am Freitag und Samstag von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr und am Sonntag von 9.20 Uhr bis 16.10 Uhr.

Da fragt man sich doch: Warum denn ausgerechnet zu diesen krummen Zeiten? Ich fühle mich an Berichte über die Heirat der Scientologen Katie Holmes und Tom Cruise erinnert. Herr Cruise schenkte seiner Braut nämlich nach alter Scientologensitte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze.

Die arme Katze.

Steckt auch hinter dieser krummen Uhrzeit eine geheimnisvolle Bedeutung? Man weiß es nicht. Stützt sich wahrscheinlich auf eine beliebige Stelle in der Bibel, in der dann in etwa steht: “Und er sprach: Bekehrungsfeierlichkeiten in Fußballstadien sollen nur von 9.20 Uhr bis 17.05 Uhr stattfinden. Zum Gedenken an Gott den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, sollen die Bekehrungsfeierlichkeiten am Sonntag allerdings nur bis zur heiligen Minute um 16.10 Uhr andauern…”

Was wird uns auf dieser Veranstaltung denn geboten? Menschenopfer? Gesangswettbewerbe (eine abgemilderte Form des Menschenopfers)? Aktionskunst? Sonst irgend etwas von Belang?

Natürlich nicht. Kleiner Auszug aus dem Inhalt:

“Ehemänner, Ehefrauen, Eltern, Kinder - folgt dem Vorbild!” Hier geht es darum, “welche Rolle jeder einzelne in der Familie spielt”. Bedeutsamerweise steht das neben einem Bild mit einer stereotypen Kleinfamilie, wo er das Kind auf dem Schoß hat. Auch auf die Bibel wird verwiesen: 1. Petrus 2,21. Da steht, ich zitiere mal eben aus der Bibel, die wir ja leider - Gott mit uns! - und, viel wichtiger - nostra culpa! - nicht auswendig kennen: “Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen [sic]“. Was das mit der Familie zu tun hat, ist mir schleierhaft, aber ein kluger Zeuge wird es sicher erklären. Vielleicht liegt es auch an meiner beschränkten Zitierfähigkeit. Egal.

“Wer sind die wahren Nachfolger Christi?” Gute Frage. Die Antwort wird natürlich lauten “Die Zeugen Jehovas”. Laut Zettel werde ich in Matthäus 16,24 schlauer. Schauen wir mal: “Da sprach Jesus zu den Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.”

Ich behaupte: Wenn Jesus gewusst hätte, was dieser Satz für Folgen hat, er hätte ihn nicht gesagt. Die Zeugen Jehovas werden also in der AOL-Arena dazu aufrufen, dass wir alle unser Kreuz nehmen und Jesus, Verzeihung, dem Christus nachfolgen, und zwar auf noch von den Zeugen Jehovas genau zu bestimmende Weise.

“Und ich sage: Und es wird Menschen geben, die diesen Blendern Glauben schenken. Und sie werden gehen in dem Irrglauben, Gutes zu tun, und eines Tages werden sie erkennen, von welch teuflischem Gesinde sie geblendet worden. Und ich sage: Ein jeder schalte ein sein eigen Gehirn, auf dass es walte auf gottgegebene Weise, und ein jeder bedenke genau seine eigenen Schwächen und Stärken, denn ein jeder muss sich seiner geistigen Schwäche bewusst sein.” (Basti 2, 34f.)

Das Highlight bewahrt man sich augenscheinlich bis zum Ende auf: Das schon erwähnte “in Kostümen aufgeführte biblische Drama”. Da spielt dann wahrscheinlich Stargast Franco Nero mit und erzählt uns was vom Pferd, Verzeihung, vom Christus und seinem Kreuz. Es geht in diesem taufrischen roleplay übrigens um Kolosser 3,12. Na da bin ich ja mal gespannt: “So ziehet nun als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld”. Das ist so ein Bibelzitat, mit dem man wahlweise Kriege, sexuellen Missbrauch, gewaltsame Mission und jede Form von penetrantem Missioniergehabe rechtfertigen kann. Tödlich allgemein, so ein Zitat.

Das ist ja das Schöne an der Bibel, jetzt mal aus der Perspektive einer Sekte gesprochen. Man kann damit alles belegen, alles rechtfertigen. Man kann sich selbst als Auserwählter Gottes bezeichnen und ausziehen in die Welt, um Beliebiges in Gottes Namen zu tun.

Naja, die Bibel ist immerhin liberaler als wir alle denken! Schließlich hat Jesus persönlich zu uneingeschränktem, wahllosem Geschlechtsverkehr aufgerufen: “Gehet ein durch die enge Pforte” (Matthäus 7,13).

Quod erat demonstrandum.

Unwort des Tages: Der Christus.


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135 Antworten zu “Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL Arena”

29 06 2007
romanmoeller (20:38:55) :

Habt Erbarmen, Basti!

Mein Lieblingszitat aus dem neuen Testament: “Der nach mir kommende hat den Vorrang vor mir - denn er war vor mir!” - Wäre sehr gespannt, wie lange das an einer Warteschlange in einem beliebigen Kaufhaus funktionieren würde. Würden das alle denken, dann würde jeder jeden vorlassen. Das würde irgendwann (Gott schütze uns davor!) in einem riesigen Streit enden und zum totalen Chaos führen …

30 06 2007
Lumpi (00:16:14) :

…aber er kommt danach und der Vorrang wird im erst nach Betreten eingeräumt, so gesehen macht das also wieder Sinn :P.
An dieser Stelle sei noch eine andere Frage in den Raum gestellt: Was unterscheidet die Weltreligionen von Sekten wie den Zeugen Jehovas oder den Mormonen, von den Mitgliederzahlen einmal abgesehen?

30 06 2007
Basti (23:22:41) :

Das ist eine sehr gute Frage. Ich kann die nicht wissenschaftlich beantworten. Für mich liegt der Unterschied darin, dass es bei Sekten oft einen inneren Zirkel oder irgendwelche angeblich besonders Privelegierte Personen gibt. Zum Beispiel die Prophetin Gabriele bei der Sekte Dingensbummens, ich habe jetzt ihren Namen vergessen, irgendwas mit U…. und dann Leben. Also Unwirkliches Leben oder Unsägliches Leben oder so. Also dieses Geklüngel unterscheidet die Sekten meiner Meinung nach von Weltreligionen. Und gelegentlich auch autoritäre Strukturen (also noch schlimmer als in der katholischen Kirche, meine ich jetzt). Und irgendwelche Mitgliedsbeiträge, auch wenn sie nicht so heißen; Beispiel Scientology. Und, ganz wichtig: Der Versuch, “Aussteiger” vom Aussteigen abzuhalten. Das ist typisch für eine Sekte. In my humble opinion.

6 07 2007
Petra Meier (00:21:19) :

Wenn ich so einen Schwachsinn lese, wie von diesem Basti, dann kommt mir die Galle hoch. Wenn er kein Interesse hat dann soll er es einfach sagen und JZ werden Ihn nicht mehr belästigen. Aber dann im Internet lästern ist das letzte. Jeder hat das Recht auf Relogionsfreiheit. Er braucht ja nicht zu öffnen, wenn es klingelt. Und 11:30 Uhr ist bei mir nicht Nachtschlafende Zeit ( außer Nachtschichtler ) wohlgemerkt. Dann ist hier ein Faulenzer am schlafen. So das wollte ich mal angemerkt haben. Erst mal an die eigene Nase fassen und dann über andere lästern. In diesem Sinne ” Folge Christus nach” Er hätte nicht hintenrum über andere gelästert

6 07 2007
Petra Meier (00:23:32) :

P.S. Außerdem haben Zeugen Jehovas den Status der öffentlichen Körperschaft und sind somit keine Sekte man sollte sich mal informieren bevor man über andere spricht. Sonst wären ja die katholischen und ie evangelischen auch Sekten.

6 07 2007
Basti (01:03:40) :

Danke für diese Meinung.
Wir sind ja hier in Deutschland. Und da diese beiden Kommentare nur gegen einige Regeln der deutschen Grammatik, nicht aber gegen das Grundgesetz verstoßen, lasse ich sie in ihrer ganzen Pracht hier stehen.
Die Zeugen Jehovas besitzen nach einem kleinen Rechtsstreit mit dem Lande Berlin inzwischen übrigens tatsächlich den Status einer öffentlichen Körperschaft. Da hat Frau Meier Recht.
Wenn Sie die Güte hätten, Frau Meier, sich alles, was ich hier geschrieben habe, incl. den obigen Kommentar von mir genau durchzulesen und das dann Erfahrene gedanklich nachzuvollziehen, so werden Sie feststellen, dass ich die Zeugen Jehovas nicht als Sekte bezeichnet habe. Eigenartig, dass Sie augenscheinlich doch der Meinung sind, sich gegen einen solchen imaginären Vorwurf verteidigen zu müssen…?

Anyway. Jedenfalls freue ich mich über den ersten kontroversen Beitrag auf diesem Blog. Vielen Dank, Frau Meier.
Möchte vielleicht noch jemand etwas zu dem Thema sagen…?

10 07 2007
Manuel Kodrun (04:29:43) :

Ich habe nichts gegen Kritik an diese Religion, solange sie sachlich begründet ist. Aus diesem Artikel aber spricht eher die Genervtheit des Schreibers, ungefragt geweckt zu werden (das habe ich bei Malteser, Johanniter & Co. auch, und besonders bei Telefonnetz-Vertretern), und die Genervtheit, dass diese fremden Leute sich ‘erdreisten’ an der Haustüre eine andere Meinung zu verkünden als der Wohnungsinhaber sie hat. Ich habe diesen Artikel oben ‘ergoogelt’ in der Hoffnung, einen Bericht von einer möglichst neutralen Person zu lesen, die auf dem Kongress anwesend war, welche vielleicht falsche Glaubenslehren oder Widersprüche entlarvt. Statt dessen finden sich nur unsachliche Polemisierungen. Es ist unseriös, aus einem Traktat auf den Kongress zu schließen. Viel seriöser und konkreter ist dagegen ein Bericht vom Kongress 2006:
http://www.sektenausstieg.net/index.php?option=com_content&task=view&id=1479&Itemid=29
Außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass Frau Meier einen imaginären Vorwurf (Stichwort “Sekte” ;) erhebt. Der Hinweis auf eine Sekte ist ziemlich eindeutig (”Das ist ja das Schöne an der Bibel, jetzt mal aus der Perspektive einer Sekte gesprochen”).

10 07 2007
Basti (12:50:33) :

Wer mich weckt, der darf sich nicht wundern, dass ich mich darüber beschwere, geweckt zu werden.
Ich habe niemanden darum gebeten, mich an meiner Haustür über das wahre Christentum oder sonst irgendwas aufzuklären. Ich reagiere bei allen Hausierern gleich freundlich-abweisend, sei es der Mann vom Roten Kreuz mit dem Klingelbeutel oder die Zeuginnen Jehovas, die ihr Kreuz tragen und Mitglieder suchen.
Interessanterweise stuft die von Ihnen, Herr Kodrun, in Ihrem Kommentar verlinkte Seite die Zeugen Jehovas, zu denen Sie ja gehören oder zumindest gehörten, wie Ihre zahlreichen Blogs beweisen, als Sekte ein! Die sollte Frau Meier mal anschreiben!

Ich habe nicht gesagt, und sage es auch jetzt NICHT, dass die Zeuginnen und Zeugen Jehovas eine Sekte sind. Versuchen Sie mal, den von Ihnen zitierten Satz ein wenig allgemeiner zu verstehen…

Zu Ihrer Kritik: Ich behaupte nirgends, objektive Wahrheiten zu verkünden (im Gegensatz zu den Zeugen, nä?). Falls das nicht bemerkt wurde, sage ich es gerne an dieser Stelle noch einmal: All das, was hier steht, ist meine Meinung. Ist subjektiv von vorne bis hinten. Ist aber deshalb nicht weniger wahr. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.
Die Hauptsache ist, dass es unterhaltsam ist. Und Sie haben sich nicht gelangweilt beim Lesen, oder? Und Frau Meier auch nicht! Na also…

10 07 2007
M. Münch (20:01:34) :

Hallo Basti,
toll, dass Sie manche Bibeltexte selbst nachgeschaut haben. Aber ich fand nicht gut, wie Sie manche davon kommentiert haben. Einmal Mat. 7:13: Den zweideutigen Witz halte ich für völlig unpassend. Jesus ging hier nicht auf Sex ein, sondern auf Lebenswege - einerseits zur Vernichtung, andererseits zum Leben. Den Weg zum Leben würden nur wenige finden. Man sollte nicht geringschätzig über Jehovas Zeugen denken oder ihnen die Fähigkeit absprechen, über Gott und Jesus zu lehren, nur weil sie wenige sind. Gerade in Deutschland sollte man wissen, dass sich die Mehrheit auch zum Schlechten hinreißen lassen kann. Ich denke an die Nazizeit. Damals weigerten sich Jehovas Zeugen, sich an Krieg und Gewalt zu beteiligen.
Außerdem treten Jehovas Zeugen bezüglich der Sexualität für hohe Sittenmaßstäbe ein wie auch Jesus: Siehe Matth. 5:27-30 (aber nicht das Auge buchstäblich ausreißen! Das ist symbolisch gemeint. Das wurde/wird auf dem Kongress auch erklärt!). Siehe auch 1. Korinther 6:9-11; Epheser 5:3-5.
Zu Kol. 3:12: Jehovas Zeugen rechtfertigen keinesfalls sexuellen Mißbrauch oder Kriege! Im Gegenteil, Sie lehnen das streng ab. Der Text beinhaltet das Wort “Heilige”, was auf sittliche Reinheit hinweist, und er ermuntert zu guten Eigenschaften wie Demut. Darum geht es im Drama. Dargestellt wird die Geschichte vom habgierigen Gehasi laut 2. Könige Kap. 5. Auch wird die Lehre für die heutige Zeit herausgestellt und auf die Demut Jesu hingewiesen.
Außerdem sollte “der Christus” nicht als Unwort gewählt werden. Falls Sie es nicht wissen, am 1. Kongresstag können Sie erfahren, was es bedeutet. Und außerdem ist Jesus für unsere Sünden gestorben. Wenn jemand uns so große Liebe erwies, sollte man nicht über ihn lästern. Auf einem früheren Kongress hieß es: “Millionen starben für Hitler - Jesus starb für Millionen” Kennen Sie einen anderen Herrscher, der dazu bereit war?
Ich bin übrigens selbst Zeuge Jehovas, habe mich an der Einladungsaktion beteiligt. An der 1. Tür gab’s eine sehr schroffe Reaktion. Aber viele nahmen den Einladungszettel freundlich an. Nun hoffe ich, dass auf Sie nicht Matth. 7:6 zutrifft und ich meine Mühe mit diesem Schreiben verschwendet hätte! (Nicht beleidigt sein, wer austeilt, muss auch einstecken können.) Ich werde für Sie beten. Alles Gute.

11 07 2007
romanmoeller (10:06:57) :

Natürlich steckt in dem Artikel und auch in meinem ersten Kommentar keine objektive Meinung - aber wie kommt es zu solchen Texten? Solche Texte (Basti) und Kommentare (Basti/Ich) werden ja nicht aus langer Weile geschrieben. Bei mir ist es so, das derlei Besucher mir schon manchmal etwas penetrant vorkommen und den Eindruck erwecken, mir ihre Meinung aufdrängen zu wollen. Dann müssen die betreffenden Personen über ihre Aussenwirkung nachdenken.

Ich bin (wie alle hier) auch dafür, das jeder sich seine eigene Meinung bilden sollte. Nur so kann man übrings aus Überzeugung handeln. Wem eine Meinung/Religion aufgezwungen wird, der kann sie nie mit Überzeugung vertreten.

11 07 2007
Basti (19:45:43) :

Hallo Herr Münch,

Sie sagen: “Jesus ging hier nicht auf Sex ein, sondern auf Lebenswege”. Das kann sein. Kann aber auch nicht sein. Woher wollen Sie denn das wissen? Das meine ich wirklich ernst: Woher wissen Sie eigentlich, dass er das überhaupt gesagt hat? Und wie kommen Sie darauf, dass Sie mir jetzt sagen können, wie Jesus das wohl gemeint hat? Sind Sie irgendwie mit ihm verwandt?

Sie sagen: “Man sollte nicht geringschätzig über Jehovas Zeugen denken oder ihnen die Fähigkeit absprechen, über Gott und Jesus zu lehren, nur weil sie wenige sind. Gerade in Deutschland sollte man wissen, dass sich die Mehrheit auch zum Schlechten hinreißen lassen kann. Ich denke an die Nazizeit.”
Ich denke nicht deswegen schlecht über die Zeugen Jehovas, weil sie wenige sind, sondern deswegen, weil sie militant versuchen, mich von irgendwelchen Dingen zu überzeugen, erstens ohne von mir gefragt worden zu sein und zweitens ohne mir eine nachvollziehbare Begründung für ihre Tollheit geben zu können. Ich meine damit eine Begründung, die sich nicht auf beliebig auslegbare Bibeltexte bezieht. Denn dass man in die Bibel alles hineininterpretieren kann, hat Matthäus 7,13 bewiesen. Sie beziehen das Verslein auf Lebenswege, ich auf Sex. Jetzt stellen Sie sich vor, wir würden beide unsere eigene Religionsgemeinschaft gründen…

Es ist interessant, in welchen Zusammenhängen und vor allen Dingen wie häufig in Deutschland auf die Zeit des Nationalsozialismus hingewiesen wird. Darunter scheint es irgendwie nicht zu gehen bei dem Finden von Beispielen.

Sie sagen: “Damals weigerten sich Jehovas Zeugen, sich an Krieg und Gewalt zu beteiligen.”
Das ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Beweisen Sie mir, dass unter den Millionen von Wehrmachtssoldaten und SS- und SA-Anhängern kein einziger Zeuge Jehovas war. Da Sie das nicht können, stimmen Sie doch wenigstens zu: Die Chance dafür ist verschwindend gering.
Es ist dabei unerheblich, was irgendwelche Führungspersönlichkeiten der Zeugen damals von sich gegeben haben. Der Papst war auch von “brennender Sorge” erfüllt. Getan hat er nichts. Und die Zeugen auch nicht.

Sie sagen: “Jehovas Zeugen rechtfertigen keinesfalls sexuellen Mißbrauch oder Kriege! Im Gegenteil, sie lehnen das streng ab.”
Das ist fein, das tun so gut wie alle Glaubensrichtungen; der Islam nebenbei gesagt auch. Dran halten tut sich keiner. Die Protestanten nicht. Die Katholiken auch nicht. Muslime auch nicht. Und auch nicht alle Zeugen. Deswegen ist das hehre Theorie.

Sie sagen: “Außerdem sollte “der Christus” nicht als Unwort gewählt werden.”
Es soll doch, wie Sie ja lesen können.
Zur Klarstellung: Ich wähle “Den Christus” deswegen als Unwort, weil ich diese Heroisierung so ulkig finde. Ebenso zu finden in Ihrem Kommentar: Jesus ist “Herrscher”: “Kennen Sie einen anderen Herrscher, der dazu bereit war?”
Herrscher war Karl V. von Spanien. Ludwig XIV. war auch einer. Sogar den kleinen Österreicher mit dem lustigen Bärtchen und dem winzigen Selbstbewusstsein können Sie als Herrscher bezeichnen. Würde ich zwar nicht machen, aber damals war’s üblich.
Aber Jesus als Herrscher? Jaja, in Glaubensfragen vielleicht… Aber ich mag diese Wortwahl nicht. Gott ist für mich auch nicht “Herrscher”. Das ist so negativ konnotiert.

Sie sagen: “Ich bin übrigens selbst Zeuge Jehovas.”
Danke für die Klarstellung, vermutlich wäre ich auch so darauf gekommen.

Sie sagen: “Nun hoffe ich, dass auf Sie nicht Matth. 7:6 zutrifft und ich meine Mühe mit diesem Schreiben verschwendet hätte!”
Für alle Ungläubigen hier einmal ein Zitat aus der Bibel. Der oder die Verfasser des Matthäusevangeliums schrieb oder schrieben also im siebten Kapitel im sechsten Vers wie folgt: “Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.”
Aus Ihrer Sicht wird diese Weisheit sicherlich zutreffen. Das Heilige, das mir vor die Füße geworfen wurde, erkenne ich zwar nicht, bedanke mich jedoch für die Charakterisierung als Hund und Sau in Personalunion.
Wer austeilt, muss auch einstecken können, sagen Sie. Das stimmt.

Sie sagen: “Ich werde für Sie beten.”
Wenn Sie das tatsächlich getan haben und es nicht nur hier hingeschrieben haben, weil es sich gut liest und Sie das sowieso 30 Mal am Tag sagen, dann haben Sie meinen Respekt.
Gläubige Christen und Zeugen Jehovas und weiß der Geier sonst noch für Gruppen reden oft und viel von Demut und ganz vielen anderen schönen Eigenschaften, die der gute Gläubige haben und weitertragen soll in die Welt und so weiter und so fort. Das wissen Sie besser als ich.
Bezeichnenderweise: Wenn Sie sich mal gläubige Menschen anschauen, haben Sie oft die Situation, dass diese Menschen irgendwelche ernsthaften Probleme sozialer Art haben. Ob nun in der Familie oder mit den Nachbarn oder oder oder.
Das ist das, was ich an all diesen Leuten kritisiere: Es wird sehr viel von Christlichkeit geredet. Nur wirklich christlich ist keiner.

“Alles Gute.”
Danke gleichfalls.

13 07 2007
ZJ aus Zwickau (17:30:57) :

also wenn ich so das hin und her lese - Warum kann nicht einfach jeder seine Meinung haben und gut ist? Immer das ewige Beleidigen und Aufregegen und schlechtmachen.

Übrigens ratet mal warum wir immer wieder bei Euch klingeln früh zeitig 11.30 Uhr? :-) Weil wir solchen Schlafmützen wenigstens noch informieren möchten, das es noch ein anderes Leben ausser rummeckern über andere, Maulen oder wie auch immer gibt. Falls es der ein oder andere mitkriegt, wir machen das nicht um andere zu ärgern oder weil wir dafür Geld bekommen. Nein wir machen das aus einen Grund, den aber die ganzen “Blinden” Meckerer nicht sehen können/wollen - es geht mit der Welt bergab. Z.b.

1. Politisch - überall nur noch Korruption, Lügen, Bereicherung der wenigen da “oben” usw.;

2. Natur - naja “Live Earth Day” am letzten Samstag hat das gezeigt, was wir schon lange den Menschen sagen wollen, es geht bergab. Nur wenige Menschen, so sagte es Herr Al Gore, der Leiter des Live Earth Days, interessieren sich was man tun kann und handeln auch.

3. Untereinander - jeder der bissl Gehirn hat muss zugeben das solche Zustände, wie sie heute herrschen es früher nicht gab, ich meine damit das untereinander/zueinander. Jeder ist nur noch auf sich fixiert und die anderen - naja kommen irgendwann mal. Schon mal überlegt, das es seit Jahrzehnten nur ganz wenige Tage gab, wo kein Konflikt, Krieg oder es eine Auseinandersetzung gab? Irak - da gibt es seit langen wohl keinen Tag ohne Bombenexplosionen und Toten. Terror - wo ist man heute noch sicher?

Und falls es Leute, die ähnlich wie Basti denken, mal mitbekommen - wir müssen genau dasselbe erleben, mitleben wie ihr. Als wir sind vor nichts ausgenommen. Doch einem - wir wissen das es so kommen sollte und wir wissen wie das weiter geht. Nur Wahrhaben wollte das schon eh und je nur ein kleiner Anteil der Menschen. Beste Beispiel 1914 - 1. Weltkrieg. JZ damals noch als Bibelforscher bekannt, sagten schon seit Mitte der 1870er Jahre vorraus das 1914 ein Jahr sein wird, in welchen sich die Welt “sozusagen ändern wird”. Das ist nachweisbar und wurde später, also nach 1914 von “Weltmenschen” (Lieblingsbegriff den Leute wie Basti sicher immer gern Mißbrauchen, aber damit sind einfach nur Nichtgläubige oder Falschgläubige gemeint) wurde diese mehrfach bestätigt auch dafür gibt es Nachweise. Aber es war schon immer so und wird in dieser Zeit auch so bleiben - Menschen, sogenannte “Spötter” wie die Bibel sagen wird es geben. Tja Basti selbst du wurdest also in der Bibel erwähnt. Wow das hab ich nicht soweit geschafft. Kannst dich geehrt fühlen, und wenn du mal soweit bist und erwachsen wirst, dann schalt den Kopf ein, bevor du lästerst. Übrigens das Recht auf Meinungsfreiheit hat jeder, aber es hat jeder auch das Recht sich zu wehren. Also sollten wir uns mal begegnen, ich werd nich der 1. sein der anfängt mit Schreien, aber ich lass mich nicht von solchen Bubis wie Basti von meiner Überzeugung abhalten. Übrigens das ist was anderes wie in Sekten. Meine Überzeugung bringt mich zu den ZJ nicht das ich mich von andern überzeugen ließ.

Ich weiss das nach meinen Kommentar hier andere losmeckern und sich eventuell darüber aufregen usw. - macht das. Damit beweisst ihr nur mit selbst, das ich meinen Teil getan habe und ihr aber weiterhin “den Teufel Raum gebt…” - hehe jetzt bin ich aber gespannt wie ihr die Bibelstelle deutet. Aber ich denke mal sicherlich Falsch. Viel Spaß beim überlegen, deuten usw. Ohne Jehovas Hilfe schafft ihr das eh nie. und da ihr ihn ja verspottet bzw denkt ihn gibt es nicht, werdet ihr nie dahinterkommen. Matt. 7:6 übrigens von den einen weiter oben zitiert finde ich sehr gut auf Basti passend. Das ist so nen richtiger ….hund.

13 07 2007
ZJ aus Zwickau (17:32:55) :

ach ja Basti wenn du ehrlich Antworten auf deine Fragen haben willst, dann frag einfach mal an der Tür nach und nicht in nen Läster-Thread. Das ist ja ne richtig feige Art zu Fragen.

Aber das zeigt mir was für eine Art Mensch du bist.

13 07 2007
konna (18:05:31) :

Wird ja immer besser hier ;)
Muss ich ja auch mal was zu sagen hier, kann ja nicht sein.
Also zunächst einmal: Deine Punkte, dass es mit Welt bergab geht, politisch und was die Natur angeht, das merken zwar nicht alle, aber es sind auch nicht nur die ZJ’s, die das sehen - da reicht auch schon ein bisschen Grips und Bildung aus. Das dazu.

Wenn ihr euch so beschwert, dass sich alle über euch beschweren, dann hört doch einfach auf, bei uns “Weltmenschen”, wie du sagst, an die Tür zu klopfen und uns was vom Pferd zu erzählen - bekannt seid ihr inzwischen doch schon, die Leute, die sich dafür interessieren, werden schon zu euch kommen, also bitte lasst die armen Leute schlafen oder arbeiten oder Death Metal hören oder was auch immer. Wenn ihr schon so damit angebt, friedlich zu sein, dann lasst die Leute doch auch bitte zu frieden.

Und wie ihr euch mit euren Weissagungen rühmt ist noch das allerherrlichste. Wie oft habt ihr schon vorausgesagt, dass die Welt untergehen wird? Doch eigentlich so ziemlich jedes Jahr, oder? Soll ich die Quellen raussuchen oder gibst du es so zu? :) - Aber immerhin: Jedes blinde Huhn findet mal ein Korn von dem es dann so lange wie möglich zu zehren versucht.

Woher du wissen willst, wie man eine Bibelstelle RICHTIG zu deuten hat, würde mich mal ganz stark interessieren. Hast du sie geschrieben? Ist dir jemand im Traum zugeflogen und hat es dir erklärt? Ich denke nicht. Auf Jehovas Hilfe verzichte ich übrigens gerne, Jehova existiert (für mich) schlichtweg nicht.

Den Blogautoren zu beleidigen gehört sich aber ganz und gar nicht. Du bist ein ganz Böser und hast jetzt dem Teufel Raum gegeben. Wie konntest du?

So, reicht jetzt ^^

14 07 2007
Basti (00:37:46) :

Lieber namenloser Zeuge aus Zwickau,

an Ihrem Kommentar sieht man die zwei Gesichter einer jeden Religionsgemeinschaft. Es gibt Menschen, die leben ihren Glauben auf friedliche Weise und nehmen Demut und diese ganzen christlichen Werte wörtlich. Zum Beispiel Herr Münch. Und dann gibt es Menschen wie Sie. Das sind dann diejenigen, die penetrant recht haben wollen. Und ansonsten sind wir anderen ja selbst Schuld.

“Warum kann nicht einfach jeder seine Meinung haben und gut ist? Immer das ewige Beleidigen und Aufregegen und schlechtmachen.”
Um konsequent zu sein, hätte Ihr Kommentar an dieser Stelle enden müssen.

“Übrigens ratet mal warum wir immer wieder bei Euch klingeln früh zeitig 11.30 Uhr?”
Ich sage es gerne noch mal: Wer bei mir klingelt, der muss damit rechnen, abgewiesen zu werden, besonders dann, wenn er mir die absolute Wahrheit verkünden will.

“es geht mit der Welt bergab. Z.b.”
Schauen Sie sich meinen Beitrag über die heutige Jugend an, da finden Sie ein interessantes babylonisches Zitat. Es ist menschlich, dauerhaft der Meinung zu sein, es ginge mit der Welt bergab. Leider bleiben Sie Beweise schuldig, denn
“Politisch - überall nur noch Korruption, Lügen, Bereicherung der wenigen da “oben” usw.” ist kein Beweis. Überall nur noch Korruption? In Ihrer Organisation vielleicht. Aber sonst sicherlich nicht überall.

“Jeder ist nur noch auf sich fixiert und die anderen - naja kommen irgendwann mal.”
Richtig. Dafür gibt es das schöne Wort “Selbsterhaltungstrieb”.
Aber ich werde gemein. Ich weiß, was Sie meinen. Nur leider können Sie dagegen auch nichts unternehmen…

“wir müssen genau dasselbe erleben, mitleben wie ihr”
“Wir” und “ihr”. Soso.

“Doch einem - wir wissen das es so kommen sollte”
Ich sage voraus, dass eines Tages die Sonne erlöschen wird. Werden Sie jetzt Mitglied in meiner Körperschaft des öffentlichen Rechts?

“und wir wissen wie das weiter geht.”
Wie denn?

“JZ damals noch als Bibelforscher bekannt, sagten schon seit Mitte der 1870er Jahre vorraus das 1914 ein Jahr sein wird, in welchen sich die Welt “sozusagen ändern wird”.”
Ich kritisiere Sie jetzt übrigens bewusst nicht wegen orthografischer Mängel (und erwarte, dafür gelobt zu werden ;-) ), sondern wegen inhaltlichen Schmarrns. Nostradamus hat angeblich auch Hitler und den 11.9.2001 vorausgesagt. Interpretationssache. Genauso wie das Geschreibsel von Zeugen während der Gründerzeit…

“Das ist nachweisbar”
Wie denn? Wo denn?

“Tja Basti selbst du wurdest also in der Bibel erwähnt.”
Vielen Dank. Der Papst ist also nun in der Pflicht, Lizenzgebühren an mich zu zahlen. Danke für den Hinweis.

“und wenn du mal soweit bist und erwachsen wirst, dann schalt den Kopf ein, bevor du lästerst.”
Ich lästere, wann ich will und über wen ich will. Manchmal inhaltlich fundiert, meistens nicht. Aber um mich inhaltlich zu kritisieren, böte es sich an, ein Thema zu nehmen, wo ich nur polemisiere und nicht nur meine eigene Meinung vertrete. Zum Beispiel das Taubenthema. Ich würde nie eine Taube abschießen, habe es aber geschrieben. Da können Sie ansetzen. Aber erzählen Sie mir nicht, wie ich über die Zeugen zu denken habe.

“Übrigens das Recht auf Meinungsfreiheit hat jeder”
Eben drum.

“Also sollten wir uns mal begegnen, ich werd nich der 1. sein der anfängt mit Schreien”
Das bezweifele ich. Sie sind ja augenscheinlich nicht mal in der Lage, einen logischen, fundierten Kommentar zu schreiben.

“aber ich lass mich nicht von solchen Bubis wie Basti von meiner Überzeugung abhalten”
Das war auch nicht meine Absicht.

“Damit beweisst ihr nur mit selbst, das ich meinen Teil getan habe und ihr aber weiterhin “den Teufel Raum gebt…” ”
Nun dringen wir in Regionen der Grammatik vor, wo es schwierig wird, Ihr Geschreibsel zu verstehen.
Es ist mir gleich, ob ich dem Teufel Raum gebe; solange es meiner Meinung entspricht, gehe ich mit dem Teufel auch gern eine Tasse Tee trinken (wenn er bezahlt).

“Aber ich denke mal sicherlich Falsch.”
Von mir bereits angesprochen. Bibelstellen deuten können also nur die Zeugen Jehovas. Auf eine von irgendwelchen Oberzeugen festgelegte Art und Weise. Das ist das große Problem an Bibel, Koran und Co. Man kann sie sich auslegen, wie man will… Und jeder kann wunderbar auf seiner Meinung beharren und die anderen beschuldigen, im Unrecht zu sein. Denn nachweisen kann man nichts. Es gibt keine Beweise, eine Bibelstelle richtig gedeutet zu haben. Oder falsch. Vergessen Sie es einfach. Erkennen Sie an, dass Sie GLAUBEN, und demzufolge IRREN können.

“und da ihr ihn ja verspottet bzw denkt ihn gibt es nicht, werdet ihr nie dahinterkommen”
Kollidiert mit evangelischem Gottesverständnis. Gott ist für alle da, auch und besonders für die, die nicht an ihn glauben.

“finde ich sehr gut auf Basti passend. Das ist so nen richtiger ….hund.”
Quod erat demonstrandum. Verhalten Sie sich christlich, namenloser Zeuge, oder Ihnen wird nie jemand glauben.

Beten Sie für mich?

15 07 2007
M. Münch (01:19:52) :

Hallo Basti,
ich finde, der ZJ aus Zwickau ist doch recht unhöflich geworden. Tut mir leid, daß ich mit dem Matthäus-Vers eine Vorlage dazu geliefert habe. Ich wiil nicht daß jemand beleidigt wird. Ich merke schon, im anonymen Netz ist die Gefahr da, Dinge zu schreiben, die man persönlich nicht jemand - schon gar keinem Fremden - sagen würde. Auf die Gefahr wurde gestern noch in unserer christl. Zusammenkunft aufmerksam gemacht. Ich hoffe, wir haben Sie nicht ganz vergrault.
Ich weiß nicht, ob Sie überhaupt an Gott glauben oder daran, daß Jesus gelebt hat. Es gibt einige außerbiblische Hinweise auf Jesus, z. B. von Tacitus, Sueton, Plinius dem Jüngeren und Flavius Josephus. Das meiste über Jesus ist allerdings in den Evangelien geschrieben. Deren Glaubwürdigkeit stellen Sie infrage. Wie entscheiden Sie, ob Sie jemand vertrauen und ihm etwas glauben?
Der Bericht in den Evangelien ist keine verschwommene Erzählung von Ereignissen, die sich zu einer unbestimmten Zeit an einem nicht genannten Ort abgespielt haben sollen. Viele Einzelheiten über Ort und Zeitpunkt des Geschehens werden präzise genannt. Als Beispiel siehe Lukas 3:1,2.
Pilatus wird von zeitgenössischen Schriftsellern erwähnt, und 1961 wurde in Cäsarea eine Inschrift mit seinem Namen gefunden.
Literaturtipps:
“Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?” (Buch)
“Ein Buch für alle Menschen” (Broschüre, die sich mit historischen Fakten zur Bibel, ihrer Vereinbarkeit mit der Wissenschaft, ihrer Glaubwürdigkeit und einigen ihrer Prophezeiungen auseinandersetzt. Sie wird diesen Monat besonders angeboten.)
“Der größte Mensch, der je lebte” (Im Vorwort u. a. Hinweise auf die historische Bedeutung Jesu. Dann werden in nummerierten Episoden , die jeweils illustriert sind, die Ereignisse seines Lebens in zeitlicher Reihenfolge geschildert. Auch Gleichnisse werden erklärt.

Übrigens zeigt Lukas 4:9-12, daß Jesus nicht der Meinung war, man könne die Bibel auslegen, wie man will. Der Versucher zitierte aus den Psalmen, aber Jesus ließ seine Anwendung nicht gelten.

Ich kann nicht sagen, daß alle Zeugen Jehovas imme das richtige tun, aber ich denke, daß sich die Mehrheit alle Mühe gibt, Gottes Willen zu tun. Natürlich macht jeder Fehler - manche größere, manche kleinere. Aber selbst unter den ersten Christen traten schwere Probleme auf. Aber man suchte sie zu bereinigen, reueloses Sündigen wurde nicht geduldet. Siehe Bibelbuch 1. Korinther Kap. 5. Wobei die Offenheit, Fehler zuzugeben, für die Ehrlichkeit der Bibelschreiber und der Christen spricht - so sehe ich das wenigstens.
Nachfolgend einiges, was ich aus unserer Literatur herausgesucht habe -

auch für Conna

“Sind Jehovas Zeugen der Meinung, daß sie allein den wahren Glauben haben?

Die Bibel stimmt nicht mit der modernen Ansicht überein, daß es viele Möglichkeiten gibt, Gott auf ihm wohlgefällige Weise anzubeten. Da ist „e i n Herr, e i n Glaube“, heißt es in Epheser 4:5. Jesus erklärte: „Eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die es finden. . . . Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mat. 7:13, 14, 21; siehe auch 1. Korinther 1:10).

Die Bibel bezeichnet die Gesamtheit der christlichen Lehren wiederholt als die „Wahrheit“, und vom Christentum wird darin als vom „Weg der Wahrheit“ gesprochen (1. Tim. 3:15; 2. Joh. 1; 2. Pet. 2:2). Da Jehovas Zeugen alle ihre Glaubensansichten, ihre Sittenmaßstäbe und ihr organisatorisches Vorgehen aus der Bibel ableiten, sind sie aufgrund ihres Glaubens an die Bibel als das Wort Gottes davon überzeugt, daß sie die Wahrheit haben. Ihr Standpunkt ist daher nicht selbstgefällig, sondern verrät vielmehr ihr Vertrauen zur Bibel als dem richtigen Maßstab, an dem man seinen Glauben prüfen sollte. Sie sind auch nicht ichbezogen, sondern sind darauf bedacht, über ihre Glaubensansichten mit anderen zu sprechen.

Halten sich nicht auch andere Religionsgemeinschaften an die Bibel?

Viele gebrauchen sie schon bis zu einem gewissen Grade. Lehren und praktizieren sie aber wirklich das, was darin steht? Man bedenke: (1) Aus den meisten ihrer Bibelübersetzungen haben sie den Namen des wahren Gottes an Tausenden von Stellen entfernt. (2) Die Lehre von der Dreieinigkeit, ihrem Gottesbegriff, ist heidnischen Ursprungs und wurde in ihrer gegenwärtigen Form erst Jahrhunderte nach Vollendung der Bibel entwickelt. (3) Ihr Glaube an die Unsterblichkeit der Menschenseele als Grundlage für ein Weiterleben entstammt nicht der Bibel, sondern wurzelt im alten Babylon. (4) Das Thema der Predigttätigkeit Jesu war das Königreich Gottes; er sandte auch seine Jünger aus und beauftragte sie, mit anderen darüber zu sprechen. In den Kirchen dagegen wird dieses Königreich nur selten erwähnt, und ihre Mitglieder bemühen sich nicht, „diese gute Botschaft vom Königreich“ zu predigen (Mat. 24:14). (5) Jesus sagte, daß seine wahren Nachfolger an der aufopfernden Liebe, die sie zueinander hätten, zu erkennen seien. Trifft das auf die Kirchen der Christenheit zu, wenn ein Krieg ausbricht? (6) Die Bibel sagt, daß Christi Jünger kein Teil der Welt seien, und sie warnt davor, sich zu einem Freund der Welt zu machen, da man sich dadurch zu einem Feind Gottes machen würde. Die Kirchen der Christenheit und ihre Mitglieder beschäftigen sich dagegen intensiv mit den politischen Angelegenheiten der Nationen (Jak. 4:4). Könnte angesichts dieser Tatsachen ehrlich gesagt werden, sie würden sich an die Bibel halten?

Wie gelangen Jehovas Zeugen zu ihrer Auslegung der Bibel?

Ein entscheidender Faktor besteht darin, daß die Zeugen wirklich glauben, daß die Bibel Gottes Wort ist und ihr Inhalt zu unserer Unterweisung dient (2. Tim. 3:16, 17; Röm. 15:4; 1. Kor. 10:11). Sie nehmen daher nicht zu philosophischen Argumenten Zuflucht, um die in der Bibel deutlich dargelegten Wahrheiten zu umgehen oder um die Lebensweise von Menschen zu rechtfertigen, die den Sittenmaßstab der Bibel außer acht lassen.

Wenn in der Bibel etwas in symbolischer Sprache ausgedrückt wird, legen sie es nicht selbst aus, sondern lassen die Bibel die Erklärung geben (1. Kor. 2:13). Anhaltspunkte für die Bedeutung symbolischer Ausdrücke finden sich gewöhnlich in anderen Teilen der Bibel. (Siehe zum Beispiel Offenbarung 21:1; die Bedeutung von „Meer“ ist aus Jesaja 57:20 ersichtlich. Siehe auch Johannes 1:29 und 1. Petrus 1:19, wo das in Offenbarung 14:1 beschriebene „Lamm“ kenntlich gemacht wird.)

Was die Erfüllung von Prophezeiungen betrifft, so folgen sie der Aufforderung Jesu, nach Ereignissen Ausschau zu halten, die mit dem, was vorausgesagt wurde, übereinstimmen (Luk. 21:29-31; vergleiche 2. Petrus 1:16-19). Sie weisen gewissenhaft auf solche Ereignisse hin und lenken die Aufmerksamkeit auf ihre biblische Bedeutung.

Jesus sagte, er würde auf der Erde einen ‘treuen und verständigen Sklaven’ haben (seine gesalbten Nachfolger als Gruppe gesehen) und durch dieses Werkzeug geistige Speise für diejenigen bereiten, die den Haushalt des Glaubens ausmachen (Mat. 24:45-47). Jehovas Zeugen erkennen diese Vorkehrung an. Wenn es darum geht, schwierige Fragen zu klären, wenden sie sich wie die Christen des 1. Jahrhunderts an die leitende Körperschaft dieser „Sklaven“-Klasse, die sich bei ihren Erwägungen nicht auf menschliche Weisheit, sondern auf ihre Erkenntnis aus Gottes Wort stützt, Gottes Handlungsweise mit seinen Dienern in Betracht zieht und sich von Gottes Geist leiten läßt, um den sie inständig bittet (Apg. 15:1-29; 16:4, 5).

Warum haben sich im Laufe der Jahre gewisse Lehren der Zeugen Jehovas geändert?

Die Bibel zeigt, daß es Jehova seinen Dienern ermöglicht, seinen Vorsatz nach und nach zu verstehen (Spr. 4:18; Joh. 16:12). Deshalb konnten selbst die Propheten, die unter Gottes Inspiration am Schreiben der Bibel beteiligt waren, nicht immer alles verstehen, was sie schrieben (Dan. 12:8, 9; 1. Pet. 1:10-12). Die Apostel Jesu Christi erkannten, daß es damals noch vieles gab, was sie nicht verstanden (Apg. 1:6, 7; 1. Kor. 13:9-12). Die Bibel zeigt, daß die Erkenntnis der Wahrheit in der „Zeit des Endes“ sehr zunehmen würde (Dan. 12:4). Wenn etwas besser erkannt wird, muß man oft umdenken. Jehovas Zeugen sind demütig bereit, dies zu tun.

Warum predigen Jehovas Zeugen von Haus zu Haus?

Jesus sagte für unsere Tage folgendes Werk voraus: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“ Er gebot seinen Nachfolgern auch: „Geht . . . hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen“ (Mat. 24:14; 28:19).

Als Jesus seine ersten Jünger aussandte, wies er sie an, in die Häuser der Menschen zu gehen (Mat. 10:7, 11-13). Der Apostel Paulus sagte über seinen Dienst: „Wobei ich mich nicht davon zurückhielt, euch alles, was nützlich war, kundzutun und euch öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren“ (Apg. 20:20, 21; siehe auch Apostelgeschichte 5:42).

Bei der Botschaft, die Jehovas Zeugen verkünden, geht es um Menschenleben; sie achten daher sorgfältig darauf, niemand zu übergehen (Zeph. 2:2, 3). Das Motiv für ihre Besuche ist Liebe — vor allem Liebe zu Gott, aber auch Liebe zu ihrem Nächsten.

Auf einer Konferenz führender Geistlicher in Spanien wurde folgendes gesagt: „Vielleicht sind . . . [die Kirchen] in höchstem Maße in dem nachlässig, worauf ausgerechnet die Zeugen ihre meiste Zeit verwenden — in den Hausbesuchen, die im Rahmen der Methoden liegen, die von den Aposteln der Urkirche angewandt wurden. Während sich die Kirchen nicht selten darauf beschränken, Tempel zu bauen, durch Glockengeläut Menschen anzulocken und in ihren Zusammenkunftsstätten zu predigen, folgen . . . [die Zeugen] der apostolischen Methode, von Haus zu Haus zu gehen und jede Gelegenheit zum Zeugnisgeben wahrzunehmen“ (El Catolicismo, Bogotá (Kolumbien), 14. September 1975, S. 14).

Warum sprechen aber Jehovas Zeugen immer wieder bei Andersgläubigen vor?

Die Zeugen möchten anderen ihren Glauben nicht aufdrängen. Aber sie wissen, daß Menschen umziehen und daß sich ihre Lebensumstände ändern können. Heute mag jemand zu beschäftigt sein, um zuzuhören; ein andermal mag er sich gern die Zeit dazu nehmen. Ein Glied der Familie mag nicht interessiert sein, andere aber mögen Interesse haben. Die Menschen ändern sich auch; ernsthafte Probleme im Leben mögen bewirken, daß sich jemand seiner geistigen Bedürfnisse bewußt wird. (Siehe auch Jesaja 6:8, 11, 12.)”
(aus “Unterredungen anhand der Schriften” ;)

Jehovas Zeugen in der Nazi-Zeit:

“In der von der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn herausgegebenen Broschüre Informationen zur politischen Bildung (Nr. 243, 2. Quartal 1994) hieß es zum Thema „Deutscher Widerstand 1933—1945“ auf Seite 21: „Eine christliche Glaubensgemeinschaft verweigerte sich dem nationalsozialistischen Staat bedingungslos: Die Zeugen Jehovas oder Ernste Bibelforscher, wie sie damals genannt wurden. Die in Deutschland 25 000 Seelen zählende Gemeinde wurde 1933 verboten, etwa die Hälfte der Mitglieder setzte im Untergrund den ‚Verkündigungsdienst‘ fort. Die Zeugen Jehovas verweigerten den Heil-Hitler-Gruß und vor allem den Wehrdienst. Sie wurden unerbittlich verfolgt. Circa 10 000 kamen in Haft. Etwa 1 200 Todesopfer forderte der Widerstand dieser Glaubensgemeinschaft, die 1936/37 auch in Flugblattaktionen die Bevölkerung über den verbrecherischen Charakter des NS-Staats aufzuklären suchte und sich dadurch über die Verteidigung ihrer Interessen hinaus gegen das Unrechtsregime engagierte.“ ”

Aus “Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft…”

Ich denke daran ist zu sehen, daß ein hoher Anteil von Zeugen Jehovas an ihrer Überzeugung festhielten, wenn schon etwa 40% von ihnen in Haft kamen. Es kam vor, dass einzelne Erklärungen unterschrieben, wodurch sie dem Glauben abschworen. Manche nahmen sie aber zurück-trotz Lebensgefahr. Wer weiß, wie man selbst damals gehandelt hätte? Obige Broschüre enthält auch Kommentare einiger Opfer, von denen ich einige sogar schon persönlich gehört habe.

“□ Jehovas Zeugen leisten soziale Arbeit, indem sie sich einzelnen Personen widmen. 38,7 Prozent der Befragten gaben an, daß die von Jehovas Zeugen vertretene Glaubenslehre ihnen bei ernsten Problemen wie Alkoholismus, Drogenmißbrauch, Kriminalität, Spielsucht, asozialem Verhalten und Gewalttätigkeit — Probleme, die sie überwinden mußten, bevor sie Zeugen Jehovas werden konnten — eine große Hilfe war. Von 1990 bis 1994 sind in Deutschland 32 586 Personen (weltweit 1 514 287) Zeugen Jehovas geworden und haben sich taufen lassen, wodurch sie zeigten, daß sie in ihrem Leben Änderungen vorgenommen hatten, um das hohe moralische Niveau zu erreichen, für das Jehovas Zeugen eintreten. Somit liefern die Zeugen jährlich einen beachtlichen Beitrag zur Bekämpfung sozialer Mißstände — eine Arbeit, die dem Steuerzahler und dem Staat nichts kostet.

□ Das Anwenden biblischer Grundsätze führt bei Jehovas Zeugen zu stabilen Ehen. Deshalb sind nur 4,9 Prozent der Zeugen geschieden oder leben von ihrem Partner getrennt, wobei zu beachten ist, daß viele von diesen schon geschieden waren, bevor sie Zeugen Jehovas geworden sind. Von den geschiedenen Zeugen Jehovas gaben 70,6 Prozent an, daß bei der Scheidung religiöse Fragen keine besondere Rolle gespielt haben. Ist die Ehe religiös gemischt, weil nur ein Partner Zeuge Jehovas ist, dann besteht die Ehe im Durchschnitt bereits 19,1 Jahre.
□ Jehovas Zeugen erwarten sehnlich die Offenbarung Jesu, die die Beseitigung des Bösen mit sich bringen und bessere Zustände auf der Erde nach sich ziehen wird. In Verbindung damit wurde manchmal auf Daten hingewiesen, die sich später als unkorrekt herausstellten. Das macht die Zeugen aber nicht zu falschen Propheten, denn sie haben sich nie angemaßt, unfehlbare Voraussagen „im Namen Jehovas“ zu machen (5. Mose 18:20-22). Der Wachtturm erklärte schon 1883: „Wir haben nicht die Gabe der Prophetie.“ Und 1981 war zu lesen: „Die Brüder, die diese Publikationen schreiben, [sind] nicht unfehlbar . . . Ihre Schriften sind nicht inspiriert . . . es [war] deshalb hin und wieder notwendig, einige Ansichten zu korrigieren“ (Sprüche 4:18). Dennoch darf man die Worte Jesu nicht vergessen: „Haltet ständig Ausschau, bleibt wach, denn ihr wißt nicht, wann die bestimmte Zeit da ist“ (Markus 13:33). Ist es nicht besser, ‘ständig Ausschau zu halten’ und dadurch wach zu bleiben, auch auf die Gefahr hin, daß man sich gelegentlich irrt, als geistig einzuschlafen und damit ernsthaft Gefahr zu laufen, die „bestimmte Zeit“ zu verfehlen?” ”

Aus “Jehovas Zeugen - Menschen aus der Nachbarschaft…”

Die erwähnte Literatur ist - falls nicht vergriffen - von Jehovas Zeugen kostenfrei erhältlich. Der Druck wird durch freiwillige Spenden finanziert. Wer etwas zu Unterstützung des Werkes geben möchte, kann das tun.

Interessante Artikel aus dem Wachtturm vom 15.05.07:
- Warum alles Leid bald enden wird (zeigt, warum Gott-wenn es ihn gibt-Leid so lange zuließ)
- Ist die Auferstehung für dich etwas Reales (begründet die Zuverlässigkeit dieser Hoffnung) Zur Auferstehung siehe auch die Argumentation des Paulus in 1. Korinther 15.

Infos im Internet:
http://www.watchtower.org (Sprache kann gewählt werden, Bibel online)
http://www.jehovaszeugen.de

Ich werde wohl nicht mehr viel auf dieser Seite sein und Kommentare schreiben. Wer will kann mit Jehovas Zeugen an seinem Wohnort reden.
Jehovas Zeugen betrachten auch gern unentgeltlich und systematisch mit anderen die Bibel. Als Hilfe dazu gibt es Bücher und Broschüren. Alles Gute. Genießt das schöne Wetter.

15 07 2007
Christus (18:35:54) :

Was habe ich nur getan.

16 07 2007
Swen (08:31:16) :

da sieht man streiten mit Leuten bring nie was.

Da geh ich lieber weiterhin früh 11.30 Uhr klingeln und teile mal noch schnell die Woche die Einladungen aus.

Diskutieren bringt eh nix hier und auch net woanders. Wenn ich klingel dann würd ich auch net so diskutieren sondern den Leute beweisen, das die Bibel doch Recht hat. Naja als nun bis späters mal.

16 07 2007
romanmoeller (10:17:49) :

@Basti: ich muß dich loben dafür, das du bei den Rechtschreibfehlern nicht so streng bist. ;-)

@Christus: wenn du davon überzeugt bist, was du getan hast, dann hast du aus deiner subjektiven Sicht gutes getan.

@Konna: wir sind absolut einer Meinung.

@ZJ aus Zwickau: ich gebe dir sogar recht mit deinen Argumenten, das die Welt heute schlechter ist als damals. Ich glaube, das in großen Teilen der Politik Korruption auf der Tagesordnung steht. Das Untereinander hat sich auch verschlechtert. Von der Natur ganz zu schweigen. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt:

Aus meiner (persönlichen subjektiven) Sicht schafft ihr Zeugen Jehovas es nicht, das ich glaube, das ihr die ultimativen Lösungen parat habt. Konna hat völlig recht, wenn er meint, das man gar kein Zeuge Jehovas sein muß um festzustellen, das die Welt sich verschlechtert hat. Ein bißchen Grips (welchen ich euch auf keinen Fall absprechen will!) reicht völlig aus. Da ich von euren Ansicht nicht überzeugt bin, stellen sie für mich auch nicht die Lösung der oben genannten Probleme da. Und dann fühlt man sich halt ganz schnell genervt, wenn ein einfaches Nein unter Umständen nicht ausreicht.

16 07 2007
Michnix (14:19:01) :

…. und ein superschöner Kongress geht zu Ende! Wenn auch nicht in der AOL Arena sondern in der Commerzbank Arena in Frankfurt!

Wer dort war (und das waren ja knapp 20.000) wird sicherlich sagen können, dass wir sehr im Glauben an Jesus und Jehova gestärkt wurden!

Vielleicht hättest du einfach mal den Einladungszettel nehmen sollen und hinfahren um die das anzusehen… und evtl. hättest du ein ganz anderes Bild von ZJ gehabt!

16 07 2007
Basti (15:20:31) :

Und ich werde in dem Glauben gestärkt, dass der nächste Bezirkskongress auf dieser Seite abgehalten werden kann; die Elite der Zeugen scheint sich ja hier versammelt zu haben.

Herr Münch, vielen Dank für die Aufklärungsarbeit. Ich habe dennoch Skrupel, das unerwidert dort stehen zu lassen, schaffe es aber gerade nicht, Ihrem Kommentar fundiert zu antworten.
Ich bitte also alle missionierungswilligen Katholiken oder Protestanten: Nehmen Sie den metaphorischen Fehdehandschuh auf und argumentieren Sie gegen Herrn Münchs Zeugenaussagen in Bezug auf die Zeugen. Ich tue das dann nächste Woche. Frühestens.

Danke für das Lob, Roman, das tut sehr gut :-).

@Christus: Schau in die Bibel, da stehts.

17 07 2007
Michnix (12:43:13) :

Elite? Die gibt es bei Zeugen Jehovas nicht - zumindest habe ich sie noch nicht gefunden! Ich glaube auch kaum, dass es ich ein ZJ herausnimmt, sich als etwas besseres zu bezeichnen als ein anderer. Die entscheidung überlassen wir dann doch lieber Gott denn nur er kann ins Herz sehen und Urteilen.

Warum hier ZJ herkommen? Ganz bestimmt, weil sie so wie ich auf der Suche nach berichten über den Kongress waren…. und bei Google steht diese HP dann ziemlich weit oben. Ist ja auch egal - aber glaub mir, dass ein Kongress im Internet stattfindet, dass wird wohl nie passieren denn die gemeinschaft mit Brüdern kann das Internet nicht ersetzten…. auch wenn manche Menschen schon vollkommen in der Virtuellen Welt leben!

Missionierwillige Katholiken oder Protestanten? Wo gibts die? Ich glaube kaum, dass noch irgendeine Religionsgemeinschaft zu den Menschen hingeht und ihnen anbietet, die Bibel besser kennenzulernen - und das KOSTENLOS!

18 07 2007
romanmoeller (11:51:36) :

@Basti: kein Problem! Genial einfach (und demzufolge einfach genial!) ist auch deine Antwort auf die Frage von Christus … ;-)

19 07 2007
Swen (14:39:40) :

…………. wer behauptet denn das ZJ die ultimative Lösung herbeibringen oder haben?

Wir haben nur herausgefunden, das Jehova Gott alles ändern kann und wird und nicht wir Menschen.

Ich behaupte ja auch nicht das alle “Weltmenschen” nur böse sind, schlecht handeln usw. - also bitte nicht einfach irgendwwelche Behauptungen aufstellen, die nicht stimmen.

23 07 2007
P. Heymann (09:34:58) :

Ich glaube einige hier, verstehen eine real Satire nicht. Das was Basti geschrieben hat, hat mich sehr zum Lachen gebracht und das obwohl ich mich mit den Zeugen Jehovas sehr verbunden fühle. Ich glaube, wir stellen uns manchmal selber ins Abseits, weil wir längst nicht bösgemeinte Neckerein ( siehe Bastis Eingangskomentar ) für Bierernst nehmen. Was dann als Folge Reaktion eine Handfeste Diskussion auslöst, die dann in Beleidigungen ( siehe ZJ Zwickau) oder Tatsachenverfälschung hervorbringt ( wie z.B. Zeugen Jehovas in der NS Zeit). Anmerken zu Deinen Komentaren basti möchte ich lediglich zwei Punkte: Ich kann Dich an der Stelle verstehen, das Du Dich genervt und entnervst fühlst, wenn so Vertreter wie wir, Dich aus den Federn klingeln, um mit Dir eine Diskussion über eine bessere Welt zu führen. Anders rum sie auch mal, das viele, gerade Ältere sich freuen das überhaupt jemand kommt um mit Ihnen zu sprechen ( Überings ohne Zeugen Jehovas zu werden). Das zweite: Es geht beim Glauben weniger um Organisationen, oder das verhalten von einzel Personen, sondern um Deinen Glauben bzw. den Glauben des Einzelnen. In diesem Sinne alle friedlich bleiben und so persönlich dem Christus folgen.

23 07 2007
Mirnix (13:12:25) :

@Heymann:

Du bist ein ZJ und lachst über einen solchen Schrott? Ich lache auch gerne und viel, aber wenn wir mit Scientology verglichen werden und Sätze fallen wie “hätte Jesus gewusst was er damit anrichtet hätte er das nie gesagt” dann finde ich das nicht mehr witzig. Aber wie steht es schon in der Bibel mit den Lästerern?…

Ich gehe auch nicht an die Tür um alte Leute zu unterhalten sondern um die Menschen auf die Bibel aufmerksam zu machen!
Und NEIN ich kann nicht verstehen, wenn man genervt ist, wenn man um halb 11 aus dem Bett geklingelt wird - denn das ist ne Tageszeit in der normale Menschen wach sind. Und wer Schicht arbeitet oder nicht geweckt werden will, der stellt normalerweise seine Klingel ab.
Ich disktuiere übrigens auch nicht mit den Leuten - ich führe Gespräche bzw. wenn sie nicht wollen, dann gehe ich wieder. Diskussionen bringen überhaupt nichts - das solltest du eigentlich wissen. Und wenn du es trotzdem tust, dann kann ich verstehen, wenn die Leute von dir genervt sind!

23 07 2007
Basti (23:19:19) :

Danke, Herr oder Frau Heymann, für Ihren Hinweis auf die Satire. Das ist übrigens das erste Mal, dass dieses wichtige Wort auf dieser Seite erwähnt wird. Und unter der großen Überschrift der Satire ist das alles hier zu verstehen. Sowohl mein Beitrag (freiwillige Satire) als auch einige Antworten darauf (unfreiwillige Realsatire).
Danke, Herr oder Frau Heymann, für Ihr Verständnis dafür, dass ich entnervt bin, von Jesusverfolgern geweckt zu werden.
Danke auch für folgende Aussage:
“Es geht beim Glauben weniger um Organisationen, oder das verhalten von einzel Personen, sondern um Deinen Glauben bzw. den Glauben des Einzelnen.”
Jeder Mensch auf dieser Welt soll bitte glauben, was er für richtig hält, damit glücklich werden, andere nicht damit belasten und, ganz wichtig, sich nicht seines Glauben wegen für besser/schöner/schlauer usw. zu halten als Andersgläubige. Gilt in verstärktem Maße für Katholiken (”Wir sind die einzige Kirche, weil [beliebiges Argument einfügen]“ ;) und Zeugen Jehovas (”Ihr seid ja alle doof, weil [beliebiges Argument einfügen]“). Ganz einfach, oder?

Danke, Mirnix, für den sinnigen Beitrag, der dem logisch denkenden Leser die finale Erkenntnis gebracht hat.
“…denn das ist ne Tageszeit in der normale Menschen wach sind.”
Nehmen wir nur mal an, ich arbeitete im Schichtdienst - bin ich dann nicht normal? Oder was?
“Ich disktuiere übrigens auch nicht mit den Leuten.”
Tatsächlich.
“ich führe Gespräche bzw. wenn sie nicht wollen, dann gehe ich wieder.”
Dann gehen Sie.

30 07 2007
Über den Blog-Rand geschaut #3 « http://www.romanmoeller.de.vu (17:43:41) :

[...] dieser Kategorie erwähnt, fällt mir gerade auf. Macht aber nix! Sein Bericht mit dem langen Namen Folge dem Christus nach! Jehovas Zeugen feiern rauschendes Glaubensfest in der AOL-Arena ist bereits vom 29. Juni 2007. In seinem satirischen Plädoyer für Meinungs- und vor allem [...]

31 07 2007
Michael (02:32:46) :

Schöner satirischer Artikel, aber ich dachte immer die Zeugen Jehovas dürften gar nicht mehr hausieren gehen. Deren freundliche Hausbesuche haben mich früher immer ziemlich entnervt, vor allem da ich ihnen nicht begreiflich machen konnte, dass ich an keinen Gott glaube und mein “heiliges” Buch von Marx geschrieben worden ist

31 07 2007
Situation Normal: All Fucked Up (10:15:53) :

Wir haben den Aufruf wohl nur falsch verstanden, es kommt aber darauf an ihn richtig zu betonen!
Lasset also die Zeugen Jehovas DEM Christus (auf dem Werbeflyer) nachfolgen, und ich folge einfach dem Christus nach, als Evangele resp. Protestant!, der diesen speziellen Artikel nicht braucht.
Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen, außer, dass rein sprachlich gesehen, “Sekte” nichts weiter heißt als “Abspaltung”. Ergo: Christentum = Abspaltung vom Judentum, Jehova = Abspaltung vom Mainstream Christentum…
“Satire darf alles” K. Tucholsky
Na denne, ich danke Sie!

1 08 2007
Danny (16:53:49) :

Hallo, ihr Blogger.
Es schreibt ein echter Zeuge Jehovas. Einer von den nervenden Türklinglern, einer von denen, die Christus nachfolgen. Satire darf alles, ich alls Flying Circus und Harald Schmidt Fan weiß wovon ich rede.
Habe mir den Blog durchgelesen und festgestellt das wir leider immer noch mit den anderen christlichen Religionen gleichgesetzt werden. Wir sind zwar eine christliche Religion, haben aber vor und tun das seit 120 Jahren, dem Christus nicht im Wort sondern auch in der Tat zu folgen. Kein Krieg usw…
Das zwei bis drei Mal im Jahr an der Tür geklingele kann ja nicht als Menschenopfer oder Krieg bezeichnet werden. Jeden Sonntag im katholischen Emsland von Kirchenglocken belästigt werden finde ich schlimmer.
Aber als Parallelgesellschafter passt man sich an und hört drüber weg. Nur eins verstehe ich nicht: wieso sagst du meinen beiden Glaubensschwestern nicht einfach, dass sie nicht wiederkommen sollen? Das machen die dann, wirklich. Die Frage ist, ob du wirklich nie wieder von echten Frauen besucht werden willst (Satire), denn es läuft ja im Bett derzeit nicht viel. Oder war das nur ne Momentaufnahme? Übrigens, wir zitieren die Bibel nicht, um uns dann irgendwie daneben zu benehmen oder irgendentetwas zu fundamentieren. Solltest vielleicht eben doch mal in der Heiligen Schrift lesen und feststellen das die Kirchen alle eben nicht mit der Bibel übereinstimmen. Aber eines hat die Bibel ja schon vorrausgesagt: 2. Petrus Kapitel 3 Vers 3 : übrigens in jeder Bibel nachzulesen, wirst schon eine finden, ist ja das mit Abstand meist verbreiteste Buch der Welt und aller Zeiten: Zitat…Denn dies wisst zuerst, dass in den letzten Tagen Spötter mit Ihrem Spott kommen werden, die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen Vers 4 und sagen: “Wo ist diese seine verheissene Gegenwart? Ja, von dem Tag an, da unsere Vorväter im Tod entschlafen sind, gehen alle Dinge genauso weiter wie von Anfang der Schöpfung an (respektive Entwicklung, wird wohl deine Meinung sein).
Die Satire die du geschrieben hast, zeigt mir, das unser Werk gut ist, es nervt, aber die richtigen, und vor allem, dich bekehren wollen wir nicht, das musst du selber tun. (Hab ja keinen Besen dabei!) So´nen Fehler wie die Kirchen 2000 Jahre gemacht haben, (steig mal ins Taufbecken rein, den Rest kannste behalten) wollen wir gar nicht. Echter Glauben von Herzen ist schon wichtig, muss nen Schalke 04 oder HSV Fan auch haben. Also, denken kostet Zeit, nachplappern oder verächtlich machen keine Zeit, nehmt euch mehr Zeit, dann wisst ihr auch worüber ihr redet.
Übrigens Sekte wurden die Christen im 1. Jahrhundert auch genannt, erst im 3/4 Jahrhundert wurde sie Staatsreligion. Seit froh das wir nicht vorhaben Staatsreligion zu werden, oder das wir Terroristen ausbilden und euch den Urlaub versauen.
Bis denne euer Danny

1 08 2007
Basti (17:17:37) :

Ich habe mich schon gewundert, wieso hier so lange kein Zeuge mehr hineingeschrieben hat. Dieser Artikel scheint eine echte Verlockung darzustellen, ich weiß nicht, wieso. Aber schön, es bringt immerhin Besucher.

“haben aber vor und tun das seit 120 Jahren, dem Christus nicht im Wort sondern auch in der Tat zu folgen. Kein Krieg usw”
Herzlichen Glückwunsch, da sind die Zeugen Jehovas aber nicht die einzigen. Folgen Sie meinem Rat und fragen Sie einen Normalo-Christen, egal ob katholisch oder sonstwie geartet, ob und wie er Christus als Vorbild nimmt. Viele Gläubige streben natürlich an, Jesus in Wort UND Tat zu folgen bzw. dem zu folgen, was Jesus der Bibel zufolge gesagt und getan hat. Erfreulicherweise wissen aber sehr viele, dass sie das nicht schaffen. Und dieses Bewusstsein des Scheitern-Müssens und die damit einhergehende realistische Selbsteinschätzung vermisse ich bei den Zeugen.

“wieso sagst du meinen beiden Glaubensschwestern nicht einfach, dass sie nicht wiederkommen sollen? Das machen die dann, wirklich.”
Genau, das machen die dann nämlich. Das WIederkommen.

“Die Frage ist, ob du wirklich nie wieder von echten Frauen besucht werden willst (Satire), denn es läuft ja im Bett derzeit nicht viel”
Satire ist, wenn man die Satire erkennt, ohne den Begriff “Satire” erklärend hinterherschieben zu müssen.

“Solltest vielleicht eben doch mal in der Heiligen Schrift lesen und feststellen das die Kirchen alle eben nicht mit der Bibel übereinstimmen.”
Eben. Und die Zeugen auch nicht. Punkt. Cognosce te ipsum.

“nehmt euch mehr Zeit, dann wisst ihr auch worüber ihr redet.”
Zusammenhang leuchtet mir jetzt zwar nicht ein, aber das liegt wohl an meiner Engstirnigkeit, immerhin bin ich ja ein Spötter, der mit Spott kommt. Ein Frauenloser noch dazu.
Sonst noch Zeugen, die mir Komplimente an den Kopf werfen wollen?

Sie haben eine eigenartige Methode der Missionierung, ich muss schon sagen. Aber gut. Wursteln Sie nur weiter… aber bitte woanders. Nicht an meiner Tür. Und, wenn’s geht, auch nicht unbedingt auf meinem Blog.

1 08 2007
Danny (17:21:09) :

Übrigens, 11.30 Uhr penne ich auch oft, auch ohne Schichtdienst, habe einen 4 Monate kleinen süßen Jungen. Der schreit in der Nacht.
Basti, dein Blog ist prima. Denn ich muss natürlich über meine Wirkung nachdenken, die ich an der Haustür habe.
Ein paar Fragen habe ich interessehalber an dich, und bitte nur antworten, wenn du dazu überhaupt Bock hast, nicht das dich die ganze Diskussion nervt, aber damit muss man rechnen, wenn man mit penetranten Türklinglern redet:
1) Kennst Du in Deinem echten Leben auch ZJ privat, auf der Arbeit, an der Schule.
2) Fehler machen Menschen alle, die Frage ist, wie die Gruppe, der sie angehören damit umgeht. Wenn Du Dir (wie schon gesagt) Zeit nimmst, dann geh mal in die KZ-Gedenkstätten und schau nach, ob es ZJ im KZ gab, frag die Historiker, ob die NSDAP und der kleine Österreicher ZJ gemocht haben. Dann frage Dich, warum die ZJ im KZ waren? Warum bei der Grundlegung des Grundgesetzes der Artikel zur Wehrdienstverweigerung ins GG reingenommen wurde.
3) Du hast ja gesehen, dass es verschieden Typen von ZJ gibt. Ist eine Religionsgemeinschaft nur deswegen schlecht weil sie aus Menschen besteht? Es geht um Menschen. Das Recht der Meinungsvielfalt ist bei ZJ gegeben, wir sind aber in Glaubenssachen einer Meinung. Es gibt ja auch in jeder x-beliebigen Gruppierung, ob es Tokio Hotel Fans sind oder ob es Katholiken sind, ob es Die Linke Wähler sind oder ob es Neonazis sind, Punks, FC Bayern Fans, Transvestiten oder was auch immer, in jeder Gruppe gibt es eine Meinung neben den eigenen Meinungen. 2. Korinther 9:7 spricht übrigens von Willensfreiheit.
Beweisen kann man nur wenn man beweisen lässt. Lässt Du beweisen? Zwangsläufig kommt für Dich in Frage: Welchen Nutzen bringt es? Habe ich die Zeit und die Lust mir etwas beweisen zu lassen. Du sagst zwar, Du bist nicht gefragt worden, aber Jesus hat unzweideutig in Matthäus 28:18,19 zu seinen Jüngern gesagt, sie sollen Jünger machen. (nicht jünger!=) und das gibt uns unserer Meinung nach das Recht nachzufragen, was du denn so sagst. Also, wenn du nein sagst ist das doch in Ordnung. Deine Meinung ist finde ich ziemlich lustig (klar es gibt Punkte wo mein religiöses Gewissen sagt, ist nicht astrein, aber ist mein Gewissen Herr über dein Gewissen…nö).
Gut, ich weiß nicht warum ich jetzt soviel schreiben wollte, aber ich möchte dir sagen, ob man ne Sau ist oder nen Hund, entscheidet man selber, ich bin lieber nen vorlautes Schaf, a propos da fällt mir noch was ein, weisst du was schlimmer ist als eine Sau und nen Hund…steht in der Bibel (kann nicht anders)…2. Petrus 2 V22: “Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.”
Cheerio, Danny

1 08 2007
Danny (22:00:12) :

Übrigens:
Missionieren will ich dich nicht, aber du hast angefangen.
Spätestens ab deiner Abneigung gegen frühe Besuche von Frauen die Interesse an dir haben, hast du ja deine Meinung geäußert.
Und wenn dir einer auf der gleichen Ebene antwortet, mit Satire, Ironie und Zynismus klemmst de dich. Schade. Weil deine Meinungen und Wendungen gebildet und interessant klingen. Wer Kritik äußert, muss auch Kritik einstecken können. Ansonsten darf er keinen Blog machen (digitales Journal).
Also, nenne mir einen konkreten Punkt wo Jehovas Zeugen und die Bibel sich widersprechen. Nenne mir konkret wo Jehovas Zeugen behaupten eine Elite zu sein und vollkommen. Ich kenne Jehovas Zeugen seit 17 Jahren und nix davon steht drin. Jehovas Zeugen machen Fehler, sie sind keine Elite. Aber sie arbeiten an sich und nehmen das gesagte halt eben ernst und strengen sich an. “Ringt danach!” heisst es bei Jesus. Und deswegen sind wir für solche Blog s verdammt dankbar. Auch wenn du kein Zeuge Jehovas wirst (mit Sicherheit schreibst du hier “Gott bewahre” ;) solltes du aber bevor du ein Faltblatt kritisierst und eine Minderheit kritisierst damit leben, dass andere das auch können und sich auch wehren können.
Das vorlaute Schaf
Danny

2 08 2007
Basti (16:01:01) :

“Denn ich muss natürlich über meine Wirkung nachdenken, die ich an der Haustür habe.”
Das freut mich, dass du das tust. Deine Kollegen tun das anscheinend nicht.

“wenn du dazu überhaupt Bock hast, nicht das dich die ganze Diskussion nervt”
Wenn ich dazu keine Lust hätte, hätte ich Kommentare zu diesem Beitrag nicht erlaubt. Ich habe nur nicht so viel Zeit, deswegen antworte ich auch ein wenig später.

“aber damit muss man rechnen, wenn man mit penetranten Türklinglern redet”
Sieh es positiv: Immerhin rede ich mit ihnen und bin freundlich, schreie sie aber nicht an und verweise sie des Hauses.

“Kennst Du in Deinem echten Leben auch ZJ privat, auf der Arbeit, an der Schule.”
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich habe bei vielen Leuten keine Ahnung, welchem Glauben sie zuhause frönen. Und es ist mir auch egal. Solange sie nicht an meiner Tür klingeln und/oder missionieren.

“schau nach, ob es ZJ im KZ gab”
Natürlich gab es die. Und Mitglieder aller anderen wie auch immer gearteten religiösen Gemeinschaften auch.

“Warum bei der Grundlegung des Grundgesetzes der Artikel zur Wehrdienstverweigerung ins GG reingenommen wurde.”
Das, lieber Danny, hat wohl weniger mit den Zeugen Jehovas zu tun. Da fragst du am besten mal einen Historiker, dsich auskennt.

“Das Recht der Meinungsvielfalt ist bei ZJ gegeben, wir sind aber in Glaubenssachen einer Meinung”
Das ist das Problem. Es müssen auch in Glaubensdingen andere Meinungen gestattet sein. Und zwar genau so viele verschiedene Meinungen, wie es Menschen gibt. Alles andere bedeutet ja, dass etwas vorgeschrieben wird. Und das kritisiere ich. Ende.

“2. Korinther 9:7 spricht übrigens von Willensfreiheit.”
Glückwunsch. Ich auch. Aber ich lebe. Ich bin kein Buch. Ich bin kein Text. Ich denke selbst. Ich lasse nicht Paulus oder sonstwen für mich denken.

“Lässt Du beweisen?”
Immer her damit. Solange es keine Bibelzitate sind. Denn die kann man nicht beweisen. Da könnte ich ebensogut mit Harry Potter-Zitaten kontern.

“Jesus hat unzweideutig in Matthäus 28:18,19 zu seinen Jüngern gesagt, sie sollen Jünger machen.”
Wenn er doch nur gewusst hätte, was er damit anrichtet!!!!

“Missionieren will ich dich nicht, aber du hast angefangen.”
Das bitte nochmal erläutern. Womit habe ich denn angefangen? Ich schrieb einen kleinen Artikel über die Zeugen Jehovas. Da kamen die Zeugen und schimpften herum. Kann ich gut verstehen. Aber es ist und bleibt nur ein kleiner Artikel und kein persönlicher Angriff auf irgendwelche Zeugen oder Jesus oder Christus oder Mohammed oder so.

“Wer Kritik äußert, muss auch Kritik einstecken können.”
Richtig. Das ist der Sinn der Kommentarfunktion.

“Also, nenne mir einen konkreten Punkt wo Jehovas Zeugen und die Bibel sich widersprechen.”
Es geht mir nicht darum, dass sich die Zeugen Jehovas und die Bibel widersprechen. Es geht mir darum, dass die Zeugen Jehovas nur über die Bibel sprechen und ihr trotzdem nicht zu 100% folgen, obwohl sie das behaupten. Ganz einfach deswegen, weil man gar nicht so päpstlich sein kann, wie es die Bibel gerne hätte.
Die Bibel ist nicht der Mittelpunkt meines Lebens. Ich bin intelligent genug, über mein Leben selbst zu entscheiden. Selbst zu bestimmen, was ich tue und was nicht. Selbst zu erkennen, dass man auch gelegentlich demütig und blabla sein sollte. Dazu brauche ich keine geistigen Ergüsse antiker Geschichtenerzähler.

“Und deswegen sind wir für solche Blogs verdammt dankbar”
Gelaber. Die Kommentare sprechen eine andere Sprache. Es scheint darum zu gehen, die Zeugen in einem besseren Licht dastehen zu lassen als mein Artikel es tut. Nachvollziehbar. Aber: Keine Heuchelei, bitte…

“solltes du aber bevor du ein Faltblatt kritisierst und eine Minderheit kritisierst damit leben, dass andere das auch können und sich auch wehren können”
Das Faltblatt und die Minderheit müssen damit leben, dass sich von Zeit zu Zeit jemand über sie lustig macht. Wie alle anderen Leute auch.

2 08 2007
alex (16:42:01) :

Warum fragen wir nicht einfach Gott, Jehova, was er zu all eueren Fragen sagen würde???

Schließlich kennt er uns am besten und hat die beste Gebrauchsanweisung geschrieben für unser Leben- die Bibel! Ich bin überzeugt, wenn jemand wirklich daran interessiert ist, IHM näher zu kommen und SEINE Meinung zu kennen, wird er einem bestimmt helfen!!!

In diesem Sinn Folge dem Christus nach, der Jehova am aller besten kannte ;-)

3 08 2007
Michnix (10:56:11) :

Warum glaubst du, kommen die Zeugen zu dir an die Tür?
Um dich zu ärgern? Weil sie nichts besseres zu tun haben? Weil sie gezwungen werden und ne Gehirnwäsche erhalten haben? Oder weil sie ne Prämie erhalten?
Oder doch wegen Mitgliederwerbung?

Stell dir vor - nichts von alle dem ist es! Wir tun das, weil es in der Bibel steht und wir unsere Mitmenschen lieben und ihnen helfen wollen, mit der ganzen “Schweinerei” die auf der Erde passiert, besser klar zu kommen bzw. ihnen zu erklären warum es hier so aussieht, warum Menschen sterben, warum, warum, warum. Versuche mal von deinem Pastor antworten auf diese Fragen zu erhalten die dich nicht noch tiefer runterziehen sondern plausibel sind und hoffnung versprechen!
Wer denken kann der Denke und überprüfe - und dann merkt man schnell, das ist richtig! Und wenn du von etwas begeistert bist (du vielleicht von deinem Auto?) dann erzählst du doch auch vielen davon wie gut das ist und wie toll?!? Genauso geht es uns - wir sind so begeistert, dass wir so einen “Schatz” haben und wollen die anderen einfach daran teilhaben lassen.
Mit mir wurde Jahrelang die Bibel studiert (als Jugendlicher) - es kam immer ein Bruder 20 Kilometer nach der Arbeit angefahren um mir das alles zu erklären. Und das hat er kostenlos getan…. über Jahre hinweg jede Woche…. ich bin ihm dankbar dafür und möchte etwas davon an andere weitergeben.

Und letztendlich tun wir das alles für Jehova - denn er hat uns alles gegeben und ihm müssen wir dankbar sein dafür, dass er für alles gesorgt hat und wir hier sein dürfen!

3 08 2007
Basti (16:04:29) :

“Wir tun das, weil es in der Bibel steht und wir unsere Mitmenschen lieben und ihnen helfen wollen”
Hilfe ist doch für mich etwas, was mir hilft. Was mir Freude macht, mir mein Leben rettet, meine Situation verbessert. Das ist Hilfe. Ich will nicht zugetextet werden. Und ich will nicht aus dem Bett geklingelt werden. Besonders nicht dann, wenn ich nicht darum gebeten habe.

“ihnen zu erklären warum es hier so aussieht, warum Menschen sterben”
Ich vermisse die Bescheidenheit mal wieder. Warum sollten denn bitteschön die Zeugen die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und andere Menschen nicht?

“Wer denken kann der Denke und überprüfe”
Amen. Hier könnte die gesamte Diskussion enden. Leute, denkt nach. Und zwar alleine. Lasst nicht die Zeugen oder sonstwen für euch denken, sondern denkt für euch selbst. Ist das so schwierig zu verstehen?

“Und wenn du von etwas begeistert bist (du vielleicht von deinem Auto?) ”
Für wen halten Sie mich bitte?

“Genauso geht es uns - wir sind so begeistert, dass wir so einen “Schatz” haben und wollen die anderen einfach daran teilhaben lassen.”
Ich laufe aber verdammt noch mal nicht mit einer Hundertschaft von autobegeisterten Leuten durch mein Wohngebiet und klingele überall die Leute aus dem Bett, teile Zettel aus (”Folge dem GTI!”), versuche Menschen penetrant davon zu überzeugen, ich sei der weiseste Mensch auf Erden, weil ich so ein bombastisches Auto habe und lade sie alle ein, zu einer kostenlosen Wagenpräsentation in der AOL-Arena zu kommen. Verstehen Sie den Unterschied? Wenn Sie sich freuen, dass Sie so toll sind, weil Sie den Weg zu Jesus gefunden haben, dann tun Sie es meinetwegen so oft Sie wollen. Aber nicht in meiner Wohnung. Und auch nicht nachts vor meiner Haustür. Klar?

“Und letztendlich tun wir das alles für Jehova”
Da wird er sich aber freuen!

“denn er hat uns alles gegeben und ihm müssen wir dankbar sein dafür, dass er für alles gesorgt hat und wir hier sein dürfen!”
Danke, lieber Jehova.

Ich komme vor lauter diskutieren schon gar nicht mehr dazu, neue Einträge zu schreiben. Das finde ich ganz schön fies, muss ich sagen…

4 08 2007
Michnix (08:04:34) :

Oha…. ist das jetzt auch noch Satire?

“Wenn Sie sich freuen, dass Sie so toll sind,”
“Warum sollten denn bitteschön die Zeugen die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und andere Menschen nicht?”

Wer sagt denn, dass Zeugen etwas besseres sind?!? Ich halte mich für nix besseres und Jesus hat sogar demutsvoll seinen Brüdern die Füße gewaschen…. so jemand nehmen wir uns zum Vorbild!

“Lasst nicht die Zeugen oder sonstwen für euch denken, sondern denkt für euch selbst.” - Schreibe ich etwa etwas anderes (Wer denken kann, der Denke und überprüfe)? Oder klingt es aus ihrem Mund einfach etwas besser?

“Hilfe ist doch für mich etwas, was mir hilft. Was mir Freude macht, mir mein Leben rettet, meine Situation verbessert.”
Das hast du schön gesagt! Rede mal mit ZJ - jeder wird dir viele Punkte aufzählen können, wie sein Leben an Qualität zugenommen hat! Und wie dein Leben gerettet werden kann, das steht in der Bibel. Da du aber keine Belehrung von irgendjemandem willst, musst du selber nachforschen, was du dafür tun solltest…

“Ich komme vor lauter diskutieren schon gar nicht mehr dazu, neue Einträge zu schreiben. Das finde ich ganz schön fies, muss ich sagen…”

Das ist jetzt aber schade dass sie uns nicht mehr mit ihren litararischen Ergüssen vergnügen können :-)

4 08 2007
Matthi-As (16:06:15) :

Tachchen zusammen, da hat sich ja hier eine wirklich interessante philosophisch-religiöse Diskussion entwickelt, bin über Florian Siebecks Blog auf den Beitrag aufmerksam geworden.
Wenn man sich so die “herrschende Lehrmeinung” ansieht, kann man schon mit einigem Recht sagen, daß die ZJ natürlich eine Sekte sind, wenn sie auch nicht auf einer Ebene mit den sich immer mehr ausbreitenden Freunden von T. Cruise (Hubbard-Anbeter) sind. Wenn man bedenkt, daß die ZJ im Dritten Reich und in der DDR verfolgt worden, kann man natürlich für die heutige Verhältnisse nur dankbar sein, auch wenn man die Überzeugungen nicht teilt.
Noch ein Wort zu der Aussage nach der immer schlechter werdenden Welt und den teilweise auch schon wieder übertriebenen Gegenbewegungen. Sicher gibt es immer Hochs und Tiefs, aber deshalb an der Welt zu “verzweifeln”, halte ich doch für reichlich übertrieben, genau wie die Bewegungen im Zusammenhang mit “political correctness”, der Klimahysterie, und und und. Ich denke auch hier, das rechte Maß macht´s. Überhaupt: Welt wird immer schlechter: Im Vergleich wozu, müßte man dann schon fragen. Im Vergleich zu den fetten Jahren, zur Umbruchs-/Wiedervereingungszeit? Oder etwa noch weiter zurück? Wo man sich im Teutoburger Wald die Köpfe eingeschlagen hat? Oder wo der Sklave zur freien Verfügung (iinklusive Kinder) stand? Vielleicht zum Mittelalter, wo die Pest wütete oder öffentlich (auch vor Kindern) Übeltäter enthauptet wurden? Oder vielleicht im Vergleich zu den Weltkriegsjahren, den Völkermorden, Hungerszeiten? Also ich will damit sagen, 1. alles schon mal dagewesen und zweitens, wenn man´s ein bißchen historisch sieht, relativiert sich manches. Das soll natürlich nicht heißen, daß man deshalb die Hände in den Schoß legen soll, aber mit einem gesunden Maß an Gelassenheit und vor allem dem Vermögen, die Informationsüberflutung, zu der ich mit meinem Kommentar nun auch noch unglücklicherweise beigetragen habe :D , zu filtern und nicht bei jeder Modewelle gleich in Hysterie zu verfallen, gelingt es vielleicht, angemessen zu reagieren und vernünftig zu handeln. Außerdem kann man eh nicht die ganze Welt retten :)

6 08 2007
Basti (17:05:26) :

Zu Michnix:
“Oha…. ist das jetzt auch noch Satire?”
Mögen Sie rhetorische Fragen?

“so jemand nehmen wir uns zum Vorbild!”
Gut! Wenn Sie dann auch alle so handeln würden, wunderbar.

“Schreibe ich etwa etwas anderes (Wer denken kann, der Denke und überprüfe)?”
… zitieren Sie bitte auch den Rest Ihres Satzes: “Wer denken kann der Denke und überprüfe - und dann merkt man schnell, das ist richtig!”
Noch Fragen?

“Da du aber keine Belehrung von irgendjemandem willst, musst du selber nachforschen, was du dafür tun solltest…”
Gut erkannt. Und genau das habe ich vor. Warum klingeln denn dann die ZJ bei mir an der Tür, wo ich doch selbst nachforschen soll?

“Das ist jetzt aber schade dass sie uns nicht mehr mit ihren litararischen Ergüssen vergnügen können”
Meine sensiblen Fühler spüren leichte Anzeichen von Ironie. ;-)

13 12 2007
Swenja (16:02:47) :

Man musss sich nicht über Zeugen Jehovas lustig machen. Ich finds nicht toll!
Ihr könnt auch nicht die Welt retten!

13 12 2007
Swenja (16:28:56) :

Ja und was ist dagegen einzusetzen? Sie feiern bestimmt kein berauschendes Fest nur ein freudiger anlasss ist das.

13 12 2007
Swenja (16:33:08) :

Ja und was ist dagegen einzuwenden?
Bitte um antwort!

13 12 2007
Basti (23:35:44) :

Ganz ruhig, Swenja, alles wird gut. Ich finde, man kann sich schon über die Zeugen Jehovas lustig machen. Genauso wie über so ziemlich alles Andere auch, nicht wahr?!
Ja und was ist dagegen einzuwenden????? Nichts, verdammt! Aber gegen die nächtliche Ruhestörung ist was einzuwenden! Und dieses lustige Flugblatt. Das verlangt ja geradezu danach, in satirischer Weise aufbereitet zu werden…

14 12 2007
Swenja (18:30:40) :

Ihr denkt nicht grad gut über Zeugen Jehovas!
Was ist mit der nächtlichen Ruhestörung gemeint?
In was für eine Weise?

14 12 2007
Basti (23:29:45) :

Ich empfehle dir die Lektüre des Artikels und der darauffolgenden Diskussion. Du wirst dadurch erleuchtet werden.

Danach stehe ich für alle Fragen gerne zur Verfügung…

16 12 2007
Swenja (11:43:32) :

Was soll ich lesen?
Meinen sie diesen Artikel Folge dem Christus nach ??????

16 12 2007
Basti (19:38:42) :

JA!!!!!!