Sendung 16: Büchermassen, perverse Feiertage und die Zeugen Jehovas
Sendung 16: Büchermassen, perverse Feiertage und die Zeugen Jehovas

Auch in den eigenen Hausarbeiten darf man leider nicht alles schreiben, was man möchte. Schade eigentlich.
Ich schrieb ja schon einmal an anderer Stelle, dass ich gar fürchterbar vergesslich bin. Man muss sich eigentlich wundern, dass ich überhaupt in der Lage bin, alleine zu überleben… aber Unkraut vergeht halt nicht.
Wie dem auch sei - meine eigene Vergesslichkeit wurde mir heute wieder einmal unter Beweis gestellt. Da marschiere ich völlig in Gedanken versunken am Kieler Hauptbahnhof vorbei und fechte einen Kampf gegen den inneren Schweinehund, der mir wärmstens empfiehlt, sowohl einen Crêpe als auch eine leckere Waffel, einen Berliner und ein großes Eis zu essen. Da regt sich rechts neben mir auf einmal ein weibliches Stimmchen:
“Hey Basti, was machst du denn hier?!”
Ich drehe mich um und erblicke ein nicht unattraktives, mir auf seltsame Weise bekanntes Gesicht. Ich bin mir sicher, dass ich sie kennen muss und dass ich sie auch schon öfter gesehen und mit ihr gesprochen habe, aber ich weiß beim besten Willen nicht, woher… Den Rest des Beitrags lesen »
Waren Sie schon einmal in einer Bibliothek? Kennen Sie diese Stille, die von nichts durchbrochen wird als dem gelegentlichen friedfertigen Geräusch, das ein sanft Umblätternder erzeugt? Kennen Sie das Gefühl, umgeben zu sein von hunderten von Gedankenfäden, die begierig Lesende aus dem Geschriebenen der weisesten ihrer Vorväter hinaussaugen? Das Rauschen von Gedankenströmen, Flüssen gleich, die sich aus einem unerschöpflichen Meer den Weg bahnen in die unergründlichen, aufnahmebereiten Hirne wissbegieriger Studenten… das Knistern der Spannung in Ihren Ohren, das das zunächst langsame, doch dann zunehmend orgastisch anschwellende Gefühl einer sich ankündigenden Erleuchtung begleitet…
Ringdiggadaginggindabumrabbadababbadababbadabumraggadagängdäng…
Das Handy, das die letzten vier Stunden kommentar- und lautlos in meiner linken Hosentasche damit beschäftigt war, meine primären Geschlechtsorgane mit Strahlen zu verseuchen, meldet sich mit gefühlten 148 Dezibel zu Wort. Meine Gedanken kehren schlagartig aus den Wirren des Jahres 260 n. Chr. zurück. Ich springe panikartig auf, reiße das heulende Handy aus meiner Tasche und klappe es auf. Den Rest des Beitrags lesen »
Da sind sie wieder, die unglaublichsten Suchbegriffe, mit denen Sie, liebe LeserInnen, auf dieses Blog gekommen sind. Hansi Hinterseer, Durchfall, Furzen und Schwanzgrößen scheinen besonders zu interessieren. Naa, finden Sie sich wieder?
schwule Köche Das sind diejenigen, die besonders viele Gerichte mit Gurken und Bananen kochen.
durchfall Wenn man zu oft bei schwulen Köchen isst, kann es im schlimmsten Falle dazu kommen, ja. Und für übereifrige Gleichstellungsbeauftragte: Es kann natürlich auch bei heterosexuellen Köchen zu Durchfall kommen.
wie groß ist hansi hinterseer Wen interessiert denn das? Und vor allen Dingen, wieso? Und wieso landen Sie dann hier??
katze rult lieht Die Katze rult, aber mal voll krass. Was das “lieht” bedeuten soll, muss mir der nächste vorbeisurfende Philologe noch mal erklären. Den Rest des Beitrags lesen »
Der Mensch ist ja ein Raubtier (biologischerdings zwar eher ein Allesfresser, so wie der hier). Er ist aber gelegentlich auch ein wenig beschränkt und zweckentfremdet sich selbst. Er jagt zum Beispiel nicht mehr wüste Wildschweine oder schmackhafte Schuppentiere, sondern garstig Geschriebenes.
Was hat denn der geraucht, fragen Sie nun und haben Recht mit Ihrer Skepsis. Es ist so: Ich bin dieser Tage quasi gezwungen, den geistigen Ergüssen mir gänzlich unbekannter Personen hinterherzujagen, und das auch noch in einer beängstigenden Umgebung. Ich suche also Bücher in unserer Universitätsbibliothek. Genauer: In der Seminarbibliothek der Klassischen Altertumskunde. Den Rest des Beitrags lesen »
Unlängst kommentiert