Zeugen, Klempner und Roxanne. Und ich mittendrin. Guten Morgen.

6 04 2008

Nach sechs Wochen unerquicklicher Arbeit an erstaunlich langweiligen Hausarbeiten freut sich der handelsübliche Student, seine Semesterferien so begehen zu können, wie der Rest Deutschlands denkt, dass er es ohnehin tut: Emsig an der Matratze horchend.

Um so unerfreulicher ist es dann, wenn das Schicksal wie ein Dozent auf Droge den Rotstift zückt und die schöngeistig-schlummernden Pläne des Studenten effektvoll durchkreuzt.

So geschehen am letzten Donnerstag. Stud.phil. B. J. Kruse wälzt sich gerade in morgendlichen sittenwidrigen Träumen hin und her, da klingelt es um 9.03 Uhr an der Tür.

Ich schlurfe also hin, öffne selbige und starre entnervt in den leicht modrig riechenden Hausflur, in der Erwartung, olfaktorisch ähnliche Zeugen Jehovas zu entdecken, die mich vom morgigen Ende der Welt überzeugen wollen (in morgendlicher Stimmung bin ich dem Ende der Welt gegenüber übrigens stets aufgeschlossener).

Die Zeugen Jehoavs tragen heute aber ihre Ausgehuniform, denke ich noch, als es auf einmal spricht: “Guten Morgen, Firma techem, ich komme, weil blah … Aushang im Treppenhaus … Installierung eines Zählers … blah … Keller … und den Wasserhahn jetzt mal aufdrehen.” Den Rest des Beitrags lesen »